Starke Bestätigung für Techkonzern: Der britische Gesundheitsdienst NHS England hat am Montag bekannt gegeben, dass er Microsofts KI-Assistenten Copilot für rund 505.000 Beschäftigte ausrollen wird – darunter Ärzte, Pflegepersonal und Verwaltungsmitarbeiter. Es handelt sich damit um die bisher größte Einführung dieser Art im Gesundheitswesen weltweit.
Microsoft-Aktie: 43 Minuten täglich gespart – Pilotversuch überzeugt den NHS
Der Rollout baut auf einem vorangegangenen Pilotprogramm auf, das mehr als 30.000 Beschäftigte in 90 NHS-Einrichtungen umfasste. Dessen Ergebnis war eindeutig: Der Einsatz von Copilot sparte den Nutzern im Schnitt 43 Minuten administrativen Aufwand pro Tag – aufs Jahr gerechnet entspricht das rund fünf Arbeitswochen je Person.
Als Einsatzfelder wurden unter anderem die Unterstützung bei Patientenentlassungen, die Erstellung von Besprechungsprotokollen, die Analyse von Dienstplänen sowie Aufgaben in Personalwesen, Finanzwesen und Beschaffung genannt.
Neben dem Basisprodukt erhalten die NHS-Einrichtungen auch Zugang zu Copilot Studio – einer Plattform, über die eigene KI-Agenten für spezifische Aufgaben gebaut werden können. Einzelne NHS-Trusts sollen damit maßgeschneiderte Lösungen entwickeln, etwa zur schnelleren Bearbeitung von Beschwerden, zur Entlastung von IT-Helpdesks oder zur Verbesserung von Finanzprozessen.
Eine eigens eingerichtete Steuerungsebene namens Agent 365 soll dabei sicherstellen, dass alle eingesetzten Agenten den Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien des NHS entsprechen.
Microsoft-Aktie: 200.000 Nutzer sollen innerhalb von sechs Monaten aktiv sein
Die Einführung folgt einem straffen Zeitplan: Innerhalb der ersten sechs Monate sollen bereits 200.000 Nutzer aktiv mit Copilot arbeiten. Ein zwölfmonatiges Schulungs- und Begleitprogramm soll sicherstellen, dass alle Beschäftigten die neuen Werkzeuge tatsächlich nutzen können.
Für Anleger ist der Großauftrag ein weiterer Beleg dafür, dass Copilot zunehmend in regulierten und staatsnahen Sektoren Fuß fasst – Märkte, die durch hohe Datenschutzanforderungen hohe Eintrittsbarrieren für Wettbewerber schaffen und gleichzeitig durch ihre schiere Größe langfristig planbare Einnahmen versprechen.
Finanzielle Details zur Kooperation wurden nicht veröffentlicht.
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