Es hat schon fast Tradition, dass sich bei Microsoft im Januar Mitarbeiter vom Konzern verabschieden müssen. Für das laufende Jahr gibt es bisher noch keine entsprechende Ankündigung. Das Portal „The HR Digest“ sorgte aber mit entsprechenden Spekulationen kürzlich für einiges an Aufregung.
Demnach sei mit der Streichung von 22.000 Stellen bei Microsoft zu rechnen. Die Entlassungswelle könnte bereits am 18. Januar beginnen, allerdings gebe es für diesen Termin keinerlei Bestätigung. Weiterhin wird vermutet, dass es besonders schwächere Bereiche wie das Gaming-Segment treffen könnte. Zudem seien neuerliche Stellenstreichungen Teil eines größeren Plans, mit dem Microsoft weniger Managerebenen und flachere Hierarchien zu erreichen versuchte.
Microsoft widerspricht
Gerade im KI-Zeitalter mit schwindelerregenden Kosten könnte natürlich auch der Kostenfaktor eine tragende Rolle spielen. Microsoft selbst dementierte die Spekulationen allerdings bereits. Chief Communications Officer Frank X. Shaw ließ über einen knappen Post beim Kurznachrichtendienst „X“ wissen, dass die Berichte vollständig „erfunden / spekulativ / falsch“ seien.
An der Börse ist eine Entlassungswelle stets ein zweischneidiges Schwert. Sinkende Kosten werden von nicht wenigen Anlegern grundsätzlich begrüßt. Allerdings senden Konzerne mit solchen Vorgängen auch nicht unbedingt Wachstumssignale aus. Sollten die Gerüchte bei Microsoft sich doch noch bestätigen, würde der Konzern auch noch einmal deutliche mehr Angestellte entlassen als im vergangenen Jahr.
Luft raus?
Microsoft Aktie Chart
Die Microsoft-Aktie zeigt sich im neuen Jahr bisher stabil, aber ohne neue Impulse. Das Thema KI ist zuletzt zwar wieder etwas mehr in den Vordergrund gerückt. Microsoft scheint aber in mancher Hinsicht den Anschluss zu verlieren. Insbesondere bei Chatbots sieht man gegenüber OpenAI und Google kaum Land. Noch dazu scheinen Windows-Nutzer die KI-Funktionen bisher kaum zu nutzen. Es drängt sich die Sorge auf, dass manche milliardenschwere Investition ins Leere laufen könnte, wenngleich Microsoft anderswo mit KI-Technologie auch durchaus Erfolge vorzuweisen hat.
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