Microsoft-Chef Satya Nadella nutzte den Jahreswechsel, um über die Zukunft von KI zu sprechen. Seiner Ansicht nach stehe die Technologie vor einer wichtigen Entwicklung. Die Phase des Entdeckens habe man verlassen. Nun werde zwischen „Spektakel und Substanz“ unterschieden. Dabei spricht sich Nadella auch dafür aus, nicht länger von „AI Slop“ zu sprechen. So werden weitgehend nutzlose, von der KI erstellte Inhalte bezeichnet.
Für die Zukunft sei die Modell-Leistung nur noch von untergeordneter Bedeutung. Wichtiger sei, was die Menschen mit der KI anfangen. Das Ziel solle dabei sein, alltagstaugliche Tools zu entwickeln. Solche sollen in Zukunft auch vermehrt beim Betriebssystem Windows zum Einsatz kommen, welches sich zu einem KI-Agenten-System entwickeln soll.
Microsoft in der Defensive?
Die Worte des Microsoft-Chefs haben einen etwas schalen Beigeschmack. Es ist nicht länger die Rede von schwindelerregenden Wachstum. Stattdessen wird offenbar die Qualität von KI mehr in den Vordergrund gerückt und wie diese autonom Aufgaben im Auftrag von Nutzern erledigen kann.
Das könne ein Stück weit als Eingeständnis verstanden werden, mit Co-Pilot den Anschluss an OpenAI und Google verloren zu haben. Denn bei den Nutzerzahlen enteilen die beiden Konkurrenten Microsoft mit ChatGPT und Gemini mehr und mehr. Gut möglich, dass Nadella mit seinem Gerede über Substanz das Sentiment der Anleger ein wenig umzulenken versucht.
Abwärts
Microsoft Aktie Chart
Für Freude sorgt das an der Börse derzeit jedoch nicht. Am ersten Handelstag des Jahres an den hiesigen Märkten wurde die Microsoft-Aktie zunächst abgestraft. Es ging um 2,5 Prozent auf 403 Euro abwärts. Microsoft war mit seinen milliardenschweren Investments in OpenAI zwar von Beginn an bei der Speerspitze von KI vertreten. Es scheint momentan aber nicht recht zu gelingen, darauf weiter aufbauen zu können. Die tatsächliche Begeisterung der Nutzer über KI-Funktionen bei Windows hält sich in Grenzen.
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