Microsoft zahlt weiter, und zwar verlässlich seit zwei Jahrzehnten. Am Mittwoch notierte die Aktie ex-Dividende. Der Vorstand hatte zuvor 0,91 Dollar je Aktie beschlossen, auszahlbar am 10. September 2026 an alle Aktionäre, die am 20. August im Depot standen.
Die Summe bleibt gegenüber den Vorquartalen unverändert. Bemerkenswert ist eher die Kontinuität: Microsoft hat die Dividende 20 Jahre in Folge erhöht, im Schnitt der vergangenen zwölf Monate um rund 10 Prozent. Die laufende Rendite bleibt trotzdem überschaubar. Das passt zu einem Konzern, der von Anlegern vor allem als Wachstumswert im KI-Boom gehandelt wird, nicht als klassischer Dividendentitel.
Aktie erholt sich, bleibt aber unter Höchststand
Der Kurs schloss am Donnerstag bei 412,05 Euro, ein Minus von 0,6 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 3,7 Prozent zu Buche. Der Blick auf die vergangenen 30 Tage zeigt allerdings ein anderes Bild: Dort hat die Aktie 20 Prozent zugelegt und damit einen Großteil der Verluste aus dem ersten Halbjahr wettgemacht.
Zum bisherigen Rekordhoch von 478,10 Euro aus dem Oktober 2025 fehlen der Aktie aktuell 14 Prozent. Die jüngste Schwäche wirkt damit eher wie eine Verschnaufpause nach einem kräftigen Anstieg als wie eine neue Abwärtsbewegung.
Ackman baut Position weiter aus
Ein Teil der Erholungsgeschichte trägt einen bekannten Namen. Pershing Square stieg im Februar 2026 bei Microsoft ein, nachdem die Aktie nach dem Quartalsbericht wegen Sorgen um das Cloud-Wachstum und hohe Investitionsausgaben abgerutscht war. Bis August wuchs die Position auf einen Wert von 2,4 Milliarden Dollar, das entspricht etwa 15 Prozent des gesamten Pershing-Square-Portfolios.
Bill Ackmans Argument: Der Markt unterschätze den Wert von Microsofts 27-Prozent-Anteil an OpenAI. Er selbst beziffert diesen Anteil auf etwa 200 Milliarden Dollar, würde man ihn eigenständig bewerten. Das entspräche rund 7 Prozent von Microsofts gesamter Marktkapitalisierung.
Diese These hat die positive Stimmung rund um die Aktie zuletzt gestützt, auch wenn die Jahresperformance weiterhin negativ ist. Investoren wetten damit letztlich auf zwei Dinge gleichzeitig: das laufende Cloud-Geschäft und den versteckten Wert der OpenAI-Beteiligung.
Mit dem fixierten Auszahlungstermin am 10. September richtet sich der Blick nun wieder auf das operative Geschäft. Entscheidend wird, ob Microsoft im neuen Geschäftsjahr das Cloud- und KI-Wachstum liefert, das die aktuelle Bewertung und Ackmans These rechtfertigt.
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