Ein schwarzer Donnerstag für Microsoft und die gesamte Softwarebranche. Die Aktie des Tech-Riesen aus Redmond verlor bis zum frühen Nachmittag satte 12 Prozent. Das ist der siebtgrößte Tagesverlust in der Geschichte des Unternehmens. Zum Vergleich: Solche Einbrüche gab es zuletzt am 16. März 2020 während der Corona-Panik mit minus 14,7 Prozent. Davor muss man bis April 2000 zurückblicken, als Microsoft wegen Kartellrechtsvorwürfen 15,6 Prozent einbüßte.
Die Zahlen sind brutal. Fast 400 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung wurden an einem einzigen Tag vernichtet. Das ist der zweitgrößte absolute Wertverlust in der Geschichte des US-Aktienmarktes. Nur Nvidia verlor im Januar 2025 mit 600 Milliarden Dollar noch mehr. Microsoft rutschte auf eine Marktkapitalisierung von 3,16 Billionen Dollar ab. Noch im Juli 2025 hatte das Unternehmen als zweites überhaupt die 4-Billionen-Marke geknackt.
Das Paradoxe dabei: Die Quartalszahlen sahen auf den ersten Blick gar nicht schlecht aus. Doch der Teufel steckt im Detail. Microsoft kämpft mit Kapazitätsengpässen bei der AI-Infrastruktur. Noch brisanter ist die Abhängigkeit von OpenAI. Satte 45 Prozent der künftigen Aufträge im Wert von 625 Milliarden Dollar stammen von diesem einen Partner. OpenAI verbrennt Geld und ist auf ständige Finanzierungsrunden angewiesen. Diese Konzentration ist ein Risiko, das der Markt jetzt brutal abstraft.
Die Gewinnmargen bröckeln gefährlich
Der massive Ausbau der AI-Infrastruktur fordert seinen Tribut. Die Bruttogewinnmarge ist in nur fünf Quartalen von 72 auf 67 Prozent gefallen. Das mag nach wenig klingen, bedeutet aber Milliarden an entgangenen Gewinnen. Analysten fragen sich zunehmend, wann sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz endlich auszahlen werden.
Die Panik erfasste den gesamten Softwaresektor. ServiceNow und Atlassian verloren jeweils 12 Prozent, SAP stürzte um 15 Prozent ab. Auch Datadog, Workday und HubSpot wurden mit in den Abgrund gerissen. Der Markt dreht bei Tech-Aktien gerade komplett auf Risiko-Modus.
Investoren stehen jetzt vor der Frage, ob dieser Ausverkauf eine Kaufgelegenheit darstellt oder erst der Anfang einer längeren Korrektur ist. Die Unsicherheit rund um die AI-Investitionen und die OpenAI-Abhängigkeit dürfte die Aktie noch eine Weile belasten. Wer hier einsteigt, braucht starke Nerven und einen langen Atem.
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