Microsoft hat im abgelaufenen Quartal abgeliefert. Umsatz und Gewinn lagen über den Prognosen. Trotzdem reagiert die Börse mit Verkäufen. Die Aktie verlor nachbörslich gestern annähernd 5 % an Wert. Der Grund ist so simpel wie ernüchternd: Das Cloud-Geschäft wächst zwar weiter, aber nicht mehr ganz so rasant wie erhofft.
Die Zahlen zum zweiten Quartal bis Ende Dezember sehen auf den ersten Blick beeindruckend aus. Der Umsatz kletterte um 17 % auf 81,27 Mrd. Dollar. Der Gewinn je Aktie erreichte 4,14 Dollar. Beide Werte lagen über den Erwartungen. Der Nettogewinn schoss sogar von 24,11 Mrd. Dollar im Vorjahr auf jetzt 38,46 Mrd. Dollar nach oben. Doch Anleger schauen längst nicht mehr nur auf die reinen Zahlen. Sie wollen Wachstumsdynamik sehen.
Genau da hakt es. Die Sparte „Intelligent Cloud“, das strategische Herzstück von Microsoft, brachte zwar 32,91 Mrd. Dollar ein und legte um 29 % zu. Doch Azure, die Cloud-Plattform, wuchs nur noch mit 39 % statt der bisherigen 40 %. Das klingt nach Kleinigkeiten, ist es aber nicht. In einem Markt, in dem jeder Prozentpunkt zählt und die Konkurrenz nicht schläft, reicht das nicht aus, um die hohen Erwartungen zu erfüllen.
Massive Investitionen und ein gigantischer Auftragsbestand
Microsoft pumpt weiterhin Geld in die Zukunft. Die Investitionen stiegen um 66 % auf 37,5 Mrd. Dollar. Das Geld fließt vor allem in neue Rechenzentren und Deals mit Partnern wie CoreWeave und Nebius. Künstliche Intelligenz kostet eben. Gleichzeitig meldete Microsoft einen Rekord-Auftragsbestand von 625 Mrd. Dollar. Fast die Hälfte davon kommt von OpenAI. Zudem verbuchte der Konzern einen Buchgewinn von knapp 10 Mrd. Dollar durch die Umstrukturierung von OpenAI.
Andere Geschäftsbereiche zeigen ein gemischtes Bild. Die Sparte „Productivity and Business Processes“ wuchs um 16 % auf 34,12 Mrd. Dollar. „More Personal Computing“ hingegen fiel um 3 % auf 14,25 Mrd. Dollar. Schuld daran waren unter anderem schwächelnde Xbox-Umsätze mit einem Minus von 5 %.
Die Anleger bleiben skeptisch. Trotz starker Zahlen und enormer Investitionen in KI reicht das Wachstumstempo offenbar nicht mehr aus. Microsoft muss in der anstehenden Analystenkonferenz überzeugen. Sonst könnte die Aktie weiter unter Druck bleiben.
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