Microsoft-Aktie: Endlich Schluss damit!

Microsoft einigt sich mit ehemaligen Activision-Aktionären auf 250 Millionen Dollar und beendet damit den Rechtsstreit um den Übernahmepreis.

Auf einen Blick:
  • Vergleich in Höhe von 250 Millionen Dollar
  • Klage wegen zu niedrigem Kaufpreis
  • Rechtsstreit um Activision-Übernahme beigelegt
  • Microsoft erlangt Planungssicherheit

Knapp drei Jahre nach der größten Übernahme in der Geschichte der Videospielbranche hat ein Rechtsstreit rund um den Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft ein Ende gefunden.

Laut einem beim Gericht des US-Bundesstaates Delaware eingereichten Dokument haben sich ehemalige Activision-Aktionäre mit Microsoft und früheren Activision-Führungskräften auf einen Vergleich in Höhe von 250 Millionen Dollar geeinigt. Darüber berichtete unter anderem BNN Bloomberg.

Microsoft-Aktie: Vorwurf – Aktionäre wurden beim Verkaufspreis benachteiligt

Die Klage wurde vom schwedischen Pensionsfonds Sjunde AP-Fonden angeführt. Die klagenden Aktionäre warfen dem damaligen Activision-Chef Bobby Kotick und weiteren Führungskräften vor, ihre Treuepflicht gegenüber den Anteilseignern verletzt zu haben.

Konkret lautete der Vorwurf, Kotick habe die Übernahme zu einem zu niedrigen Preis von 95 Dollar je Aktie vorangetrieben – vor allem deshalb, weil er damit seinen eigenen Posten und rund 400 Millionen Dollar an Abfindungsleistungen sichern wollte. Microsoft und Kotick hatten ihrerseits Gegenklage gegen Sjunde erhoben. Auch diese wird im Rahmen der Einigung beigelegt.

Microsoft-Aktie: Hintergrund – die größte Spieleübernahme aller Zeiten

Microsoft hatte Activision Blizzard im Oktober 2023 für rund 75,4 Milliarden Dollar übernommen – die bis dahin teuerste Transaktion in der Geschichte der Unterhaltungssoftwarebranche.

Activision Blizzard ist der Produzent weltweit bekannter Spieleserien wie Call of Duty, World of Warcraft und Diablo. Mit dem Kauf wollte Microsoft seine Spielesparte erheblich stärken und vor allem seine Abo-Plattform Xbox Game Pass mit Inhalten füllen. Die Transaktion hatte zuvor jahrelange Prüfverfahren durch Wettbewerbsbehörden in den USA, Europa und Großbritannien durchlaufen.

Der Vergleich schließt ein langwieriges juristisches Nachspiel der Übernahme ab. Für Microsoft bedeutet er finanzielle Planungssicherheit – und das Ende eines Reputationsrisikos, das den Konzern seit Abschluss der Transaktion begleitet hat.

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