Microsoft hat die Preise für sein Abo-Modell Microsoft 365 in jüngerer Vergangenheit teils deutlich erhöht und dies vor allem mit der Integration von diversen KI-Funktionen begründet. Begeistert scheint davon längst nicht jeder zu sein. In der Schweiz muss der US-Software-Gigant sich nun sogar mit einer Untersuchung der Wettbewerbskommission herumschlagen.
Letztere will unter die Lupe nehmen, ob „zahlreiche Preiserhöhungen“ Hinweise aus unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen darstellen könnten. Microsoft 365, das von vielen Unternehmen und halböffentlichen Institutionen genutzt wird, steht dabei besonders im Fokus, wie bei „Blick“ zu lesen ist. Noch befindet sich das Ganze aber in einer frühen Phase.
Überschaubares Interesse
Zunächst soll in einer Vorabklärung geprüft werden, ob der Anfangsverdacht sich erhärtet. Sollte das der Fall sein und ein möglicher Verstoß gegen das Kartellrecht vorliegen, würde eine eingehende Untersuchung folgen. Akute Konsequenzen sind also erstmal nicht zu befürchten. Derweil kämpft Microsoft mit einer allgemein verhaltenen Nachfrage nach KI-Funktionen unter Windows.
Derzeitige Trends deuten darauf hin, dass erstaunlich viele Nutzer sich darüber informieren, wie sie KI-Funktionen in Windows 11 abschalten können. Die Begeisterung darüber fällt indes eher überschaubar aus. Detaillierte Zahlen zu Abos für Microsoft 365 liefert der Hersteller nicht. Es darf aber wohl dezent daran gezweifelt werden, dass unter Privatnutzern das Interesse an teureren KI-Abos mit KI-Funktionen besonders hoch ausfallen würde.
Microsoft muss liefern
Microsoft Aktie Chart
Momentan kann Microsoft das zwar noch verkraften. Die geringen Nutzerzahlen bei Copilot im Vergleich zu ChatGPT und Google Gemini schmerzen aber umso mehr. Mittelfristig wird Redmond liefern müssen und den Anlegern glaubhaft vermitteln müssen, dass die schwindelerregenden Investitionen in KI sich eines Tages auch tatsächlich auszahlen werden. Davon kann bisher nur sehr eingeschränkt die Rede sein, wenngleich Microsoft durch seine enorme Cloud-Infrastruktur durchaus zu den Profiteuren des KI-Booms gezählt werden darf.
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