Microsoft Aktie: Dividende um acht Prozent erhöht

Symbolbild, KI-generiert

Microsoft hebt die Quartalsdividende auf 0,98 US-Dollar an, während hohe KI-Ausgaben, ein Insiderverkauf und ein Rechtsstreit im Fokus stehen.

Auf einen Blick:
  • Dividende steigt auf 0,98 US-Dollar
  • Auszahlung erfolgt am 10. Dezember
  • KI-Investitionen von 190 Milliarden Dollar erwartet
  • Amy Hood verkauft 41.674 Aktien

Microsoft hat seine Quartalsdividende um acht Prozent angehoben. Der Softwarekonzern zahlt künftig 0,98 US-Dollar je Aktie aus, was einer Steigerung von sieben Cent gegenüber der vorangegangenen Ausschüttung entspricht. Das Papier reagierte freundlich auf die Nachricht und notiert am heutigen Donnerstag bei 431,10 €, was einem Zuwachs von 0,9 % entspricht. Damit rückt der Wert wieder näher an das 52-Wochen-Hoch von 478,10 € heran.

Höhere Ausschüttung und Analystenlob

Die Erhöhung der Dividende wird am 10. Dezember an die Aktionäre ausgezahlt, die zum Stichtag am 19. November Anteile halten. Auf das Jahr hochgerechnet beläuft sich die Ausschüttung damit auf 3,92 US-Dollar pro Aktie. Begleitet wird die Finanzentscheidung von positiven Analystenstimmen.

Die Experten von Morgan Stanley verweisen auf die starke Positionierung im Cloud-Geschäft.

Auch im Vergleich zum restlichen Softwaresektor bleibt die Bewertung des Konzerns stabil. Während der Durchschnitt der US-Softwarebranche ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 30 aufweist, liegt Microsoft derzeit bei etwa 27,6. Medienberichten zufolge bleibt das Unternehmen trotz der hohen Investitionen für KI-Infrastruktur ein Ankerpunkt für Anleger, die auf Cashflow-Stabilität setzen. Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern aus dem Hyperscaler-Bereich weist Microsoft weiterhin einen positiven freien Cashflow auf.

Milliardenschwere Investitionen belasten Branchenumfeld

Trotz der stabilen Bilanz rücken die enormen Kapitalausgaben der gesamten Branche in den Fokus. Analysten von Morningstar schätzen, dass Microsoft im Jahr 2026 rund 190 Milliarden US-Dollar in Sachanlagen und Infrastruktur investieren wird. Diese massiven Ausgaben für den Ausbau von KI-Rechenzentren führen zu steigenden Abschreibungen, die im laufenden Geschäftsjahr um etwa 56 Prozent auf über 34 Milliarden US-Dollar klettern könnten.

Parallel dazu warnte Fed-Chef Kevin Warsh am Mittwoch vor den Auswirkungen dieser Investitionswellen auf den Anleihenmarkt. Die fünf größten Anbieter von Cloud-Infrastruktur hätten allein im Jahr 2025 Unternehmensanleihen im Wert von 121 Milliarden US-Dollar emittiert, was den historischen Durchschnitt der Vorjahre um das Vierfache übertrifft. Diese hohe Nachfrage nach Fremdkapital trägt laut Warsh dazu bei, dass die Kreditkosten am Markt insgesamt steigen.

Dennoch zeigen Daten von FactSet, dass Microsoft mit einer Verschuldungsquote zum Eigenkapital von etwa 7,3 Prozent im Branchenvergleich solide aufgestellt bleibt.

Insiderverkauf und juristische Aufarbeitung

Auf personeller Ebene sorgte am Montag eine Transaktion aus der Führungsebene für Aufmerksamkeit. Amy Hood, Executive Vice President des Konzerns, verkaufte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans 41.674 Aktien.

Das Verkaufsvolumen belief sich auf rund 20,76 Millionen US-Dollar. Solche Verkäufe sind bei US-Großkonzernen nicht unüblich, werden jedoch von Marktbeobachtern genau registriert, wenn sie mit strategischen Finanzentscheidungen wie der Dividendenanhebung zusammenfallen.

Zusätzlich sieht sich Microsoft mit neuen Entwicklungen in einem langjährigen Rechtsstreit konfrontiert. In einem Verfahren um Gebrauchtsoftware-Lizenzen verpflichtete ein US-Bundesrichter das Unternehmen per Anordnung dazu, interne Kommunikationsdaten offenzulegen.

Betroffen ist unter anderem der E-Mail-Verkehr früherer und aktueller Führungskräfte wie Kevin Turner und Richard Chin aus dem Zeitraum von 2012 bis 2020. Microsoft muss bis zum 31. Oktober begründen, warum bestimmte Dokumente erst mit erheblicher Verzögerung dem Gericht zur Verfügung gestellt wurden. Der Konzern ist zudem angewiesen, regelmäßig Updates über den Fortschritt der Datensuche vorzulegen.

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