Microsoft-Aktie: Die Bombe platzt – und zwar in Kürze!

Big Tech kämpft um Chip-Vorherrschaft: Microsoft präsentiert bald neuen KI-Chip Maia 300. TSMC-Fertigung ab 2027 geplant, um Azure-Kosten zu senken.

Auf einen Blick:
  • Maia-300-Vorstellung für September erwartet
  • TSMC-Produktion von 300.000 Einheiten geplant
  • 30 Prozent mehr Effizienz als Vorgänger
  • Aufholjagd gegen Google und Amazon

Microsoft plant, seinen neuen hauseigenen KI-Chip Maia 300 noch in diesem Herbst – möglicherweise bereits im September – vorzustellen. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.

Gleichzeitig verhandelt Microsoft mit dem weltgrößten Auftragsfertiger TSMC über die Produktion von mehr als 300.000 Einheiten, die 2027 ausgeliefert werden sollen. Langfristig strebt Microsoft nach eigenen Angaben eine Produktion von mehr als einer Million Chips an.

Microsoft-Aktie: Was Maia 300 besser machen soll

Der Maia 300 basiert auf TSMCs 3-Nanometer-Fertigungsprozess und integriert SRAM – eine Speichertechnologie, die KI-Systemen beim Verarbeiten vieler gleichzeitiger Anfragen einen Geschwindigkeitsvorteil verschafft.

Laut Reuters soll der neue Chip gegenüber dem Vorgänger Maia 200 rund 30 Prozent effizienter arbeiten – bei niedrigerem Stromverbrauch und geringerem Platzbedarf pro Recheneinheit. Das macht ihn besonders attraktiv für den Betrieb großer Sprachmodelle im laufenden Betrieb.

Microsoft-Aktie: Aufholjagd gegenüber Google und Amazon

Microsoft hat im Rennen um eigene KI-Chips gegenüber Alphabet und Amazon Rückstand: Google (Alphabet) erzielt bereits Umsätze mit seinen Tensor Processing Units, Amazons Trainium-Chips gewinnen bei Kunden an Boden.

Microsoft hingegen hat seinen ersten Maia-Chip erst im November 2023 eingeführt – deutlich später als die Konkurrenz. Das Unternehmen war zuletzt in frühen Gesprächen, seine Maia-200-Chips auch dem KI-Startup Anthropic für den Betrieb der Claude-Modelle zur Verfügung zu stellen, ohne dass ein Vertrag abgeschlossen wurde.

Microsoft-Aktie: Strategischer Fokus

Eigene Chips ermöglichen es Microsoft, die Kosten für den Betrieb seiner Azure-Rechenzentren zu senken. Denn Nvidia-Chips sind teuer und in ausreichenden Mengen bisweilen schwer zu bekommen. Um die Abhängigkeiten zu reduzieren, setzen Microsofts Cloud-Konkurrenten Google und Amazon auch auf eigene KI-Beschleuniger. Wenngleich die Nvidia-Chips auf absehbare Zeit maßgeblich bleiben dürften.

Für Anleger ist die Maia-300-Ankündigung von Microsoft daher ein wichtiges Zukunftssignal.

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