Die Analysten von Evercore haben sich die Cloud-Plattform Azure von Microsoft genauer angeschaut und kommen zu einem interessanten Ergebnis. Für das Kalenderjahr 2026 sehen sie ein Azure AI-Umsatzpotenzial von rund 25,7 Milliarden Dollar. Das liegt deutlich über ihrer bisherigen Schätzung von 21,8 Milliarden Dollar.
Die Rechnung basiert auf der Annahme, dass die Kapazitätserweiterungen und Chip-Lieferungen planmäßig verlaufen. Wenn dann noch das Nicht-KI-Geschäft von Azure um etwa 16 Prozent wächst, könnte der Gesamtumsatz von Azure 2026 um rund 41 Prozent zulegen. Das wären immerhin 4,3 Prozentpunkte mehr als bisher erwartet.
Trotz solider Fundamentaldaten mit 15 Prozent Umsatzwachstum im zweiten Geschäftsquartal steht die Aktie unter Druck. Azure wuchs zwar um 38 Prozent, aber die fehlende Beschleunigung kombiniert mit höheren Investitionsausgaben und Fragezeichen rund um die KI-Strategie belasten den Kurs.
Microsoft Aktie Chart
Die Copilot-Enttäuschung bleibt ein Thema
Ein schneller Fix für die Kapazitätsprobleme ist nicht in Sicht. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 dürfte Azure richtig durchstarten können. Die Analysten sehen das Fehlen eines kurzfristigen Katalysators und die Debatte über die GPU-Verteilung als Hauptgründe für die Zurückhaltung der Investoren.
Beim Copilot läuft es hingegen nicht so wie erhofft. Die Begeisterung der Nutzer hält sich in Grenzen, besonders im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie Anthropic Cowork. Microsoft hat zwar mit der Frontier Suite E7 ein neues Premium-Paket geschnürt, aber echte Nutzungsdaten fehlen weiterhin. Genau die würden Investoren aber gerne sehen, um den tatsächlichen Mehrwert von Copilot einschätzen zu können.
Mit einem KGV von 18,5 ist bereits viel Skepsis eingepreist. Sollte Azure später im Jahr tatsächlich anziehen oder Copilot an Fahrt gewinnen, könnte die Aktie deutlich reagieren. Die breite Unternehmensbasis von Microsoft bleibt ein Trumpf, auch wenn die KI-Revolution noch in Etappen verläuft.
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