Gleich zwei europäische Länder machen Microsoft das Leben schwer. Die italienische Wettbewerbsbehörde hat heute zwei Untersuchungen gegen die Activision-Blizzard-Einheit eröffnet. Der Vorwurf: irreführende und aggressive Verkaufspraktiken bei den Videospielen ‚Diablo Immortal‘ und ‚Call of Duty Mobile‘. Zeitgleich nimmt auch die Schweiz den Konzern ins Visier.
Die Italiener schießen scharf. Die Behörde wirft Microsoft vor, gegen Verbraucherschutzgesetze zu verstoßen und die erforderliche berufliche Sorgfalt in einem Sektor zu missachten, der besonders anfällig für die Entwicklung von Spielsucht sei. Das sitzt. Microsoft äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen aus Italien.
Parallel dazu hat die Schweizer Kartellbehörde eine vorläufige Untersuchung eingeleitet. Dort geht es um kürzlich vorgenommene Lizenzgebührenerhöhungen. Die Schweizer prüfen, ob diese Preiserhöhungen eine wettbewerbswidrige Beschränkung darstellen könnten.
Doppelter Regulierungsdruck aus Europa
Für Microsoft wird es eng in Europa. Zwei Untersuchungen gleichzeitig sind kein gutes Signal für Anleger. Die Behörden in Italien und der Schweiz agieren unabhängig voneinander, doch die Botschaft ist klar: Microsofts Geschäftspraktiken stehen auf dem Prüfstand. Besonders brisant ist der italienische Vorwurf rund um Spielsucht-Risiken. Das könnte teuer werden.
Die Schweizer Untersuchung zu Preiserhöhungen zeigt zudem, dass Microsoft auch bei seiner Preispolitik unter Beobachtung steht. Sollten die Behörden zu dem Schluss kommen, dass unlautere Praktiken vorliegen, drohen empfindliche Strafen und möglicherweise Auflagen für das künftige Geschäft.
Anleger sollten die Entwicklungen genau verfolgen. Regulierungsdruck in Europa kann schnell zu kostspieligen Verfahren führen. Microsoft muss jetzt liefern und die Vorwürfe entkräften, sonst wird aus dem doppelten Ärger ein echtes Problem für den Konzern.
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