Dreißig Millionen. So viele zahlende Nutzer hat Microsoft 365 Copilot inzwischen, und die Netto-Neuzugänge haben sich im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppelt. Das meldete Microsoft gestern im Earnings Call, und der Markt hat sehr deutlich reagiert: Die Aktie zog am Donnerstag um gut 13 Prozent an.
Mehr als eine Zahl
Natürlich ist eine runde Zahl erst mal nur eine runde Zahl. Aber was Microsoft dazu sagte, geht tiefer. KI sei kein Werkzeug mehr, das Mitarbeiter gelegentlich benutzen, sondern ein aktiver Teilnehmer, um den herum Unternehmen ihre Abläufe neu gestalten. Wer das für Marketing-Sprech hält, sollte sich die Wachstumsrate ansehen. Verdoppelte Netto-Neuzugänge in einem einzigen Quartal, das ist kein normales SaaS-Wachstum.
Die Sorge, die verschwand
Dabei war die Stimmung vor den Zahlen alles andere als entspannt. Die große Frage, die viele Anleger umtrieb: Lohnen sich die massiven KI-Ausgaben überhaupt? Microsoft und die anderen Tech-Konzerne pumpen Milliarden in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur, und der Markt wollte endlich sehen, dass das Geld auch zurückkommt. Nun, 30 Millionen bezahlte Copilot-Sitze sind eine ziemlich direkte Antwort darauf.
Wall Street hat mitgehört
Die starken Prognosen beruhigten demnach nicht nur Microsoft-Aktionäre, sondern zogen den gesamten US-Markt mit nach oben. Anleger werteten parallel neue Daten zu BIP und Inflation aus, doch der eigentliche Treiber des Tages war Redmond. Wer die Microsoft-Aktie zuletzt gemieden hat, weil die KI-Investments zu teuer wirkten, schaut heute auf ein Plus von über 13 Prozent an einem einzigen Handelstag. Manchmal ist die Antwort auf eine Frage einfach eine Zahl: dreißig Millionen.
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