Was ist bei Micron los? Trotz jüngster Kursrückgänge (minus 9,0 % innerhalb einer Wiche auf rund 370 Dollar) sieht die Deutsche Bank gewaltiges Potenzial.
Info: Micron Technology produziert Speicherchips wie DRAM, NAND und High-Bandwidth-Memory (HBM). Diese Bausteine stecken in Servern, Smartphones, Rechenzentren und KI-Systemen. Micron zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Speicherlösungen.
Analystin Melissa Weathers glaubt an einen anhaltenden Boom im Speichermarkt. Ihr Kursziel: 500 Dollar. Das entspräche über 30 Prozent Aufwärtspozenzial.
Darum der Optimismus!
Der Kern ihrer These: Der aktuelle Speicherzyklus unterscheidet sich stark von früheren Phasen. Vor allem der Hype um KItreibt die Nachfrage. Hochleistungs-Speicher, sogenannter High-Bandwidth Memory (HBM), wird für moderne KI-Chips benötigt, etwa für Systeme von Nvidia. Micron zählt hier zu den wichtigsten Anbietern weltweit.
HBM verschlingt deutlich mehr Silizium als herkömmlicher DRAM. Dadurch entsteht ein Engpass bei der Produktion. Neue Fabriken brauchen Jahre bis zur Fertigstellung. Bestehende Werke stoßen an ihre Grenzen.
Micron Aktie Chart
Das Angebot bleibt knapp – wohl bis 2027 oder sogar 2028. Für Micron ist das eine gute Nachricht. Knappheit ermöglicht höhere Preise und langfristige Lieferverträge.
Gleichzeitig wächst der Bedarf rasant. Die Menge an benötigten Speicherbits dürfte laut Prognose bis zum Ende des Jahrzehnts stark zulegen. Besonders HBM soll jährlich um mehr als 30 Prozent wachsen. KI-Modelle werden größer und komplexer. Sie verarbeiten immer mehr Daten gleichzeitig. Dafür brauchen sie extrem leistungsfähigen Speicher.
Doch es gibt Risiken. Samsung arbeitet an einer neuen HBM-Generation. Zudem könnten steigende Preise Kunden abschrecken. Wenn Speicher zu teuer wird, droht sinkende Nachfrage.
Für Anleger heißt das
Micron profitiert vom KI-Boom wie kaum ein anderer Chipkonzern. Kurzfristige Schwankungen bleiben möglich. Langfristig könnte der Speichermarkt jedoch strukturell profitabler werden. Wer investiert, setzt auf anhaltenden KI-Hunger und knappe Kapazitäten.
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