Micron Technology Aktie: Rekordzahlen, Zulieferer-Rally

Symbolbild, KI-generiert

Micron meldet 54,2 Milliarden Dollar Quartalsumsatz und stellt für das Folgequartal 60 bis 63 Milliarden Dollar in Aussicht.

Auf einen Blick:
  • Umsatz über Analystenschätzungen im vierten Geschäftsquartal
  • Langfristige Lieferverträge auf 32 Milliarden Dollar gestiegen
  • Micron prognostiziert 60 bis 63 Milliarden Dollar Umsatz
  • Japanische Chipaktien legten deutlich zu

Micron hat im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen klar übertroffen, und die Wirkung reicht bis nach Asien. Die Aktie selbst legte nachbörslich nur um 0,4 Prozent zu. Dafür zogen Japans Chipwerte am Donnerstag kräftig an.

Zahlen weit über Plan

Der Umsatz stieg auf 54,2 Milliarden Dollar, nach 11,3 Milliarden im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit 51,1 Milliarden gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 33,42 Dollar, die bereinigte Bruttomarge sprang auf 87 Prozent.

Das Segment Core Data Center steuerte 18 Milliarden Dollar bei. Der operative Cashflow erreichte knapp 44 Milliarden Dollar. Treiber ist der Speicherbedarf von KI-Servern.

Micron baut dabei keine Rechenchips wie Nvidia. Der Konzern liefert HBM, Server-DRAM und SSDs, also jenen Speicher, der die Prozessoren schnell mit Daten versorgt. Er ist damit KI-Zulieferer, kein GPU-Konkurrent.

Ausblick und langfristige Verträge

Für das kommende Quartal peilt Micron 60 bis 63 Milliarden Dollar Umsatz an. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 37,15 und 39,15 Dollar liegen. Die Bruttomarge dürfte mit rund 86,3 Prozent leicht unter der Konsensschätzung bleiben.

Auch die Auftragslage stützt die Zuversicht. Langfristige Lieferverträge summieren sich auf 32 Milliarden Dollar, im Juni waren es noch 22 Milliarden. Die Nachfrage nach HBM übersteigt laut Unternehmen weiterhin die verfügbaren Kapazitäten.

Asiens Chipwerte ziehen mit

An der Börse Tokio sprang der Nikkei 225 um rund 2,5 bis 2,9 Prozent. Advantest gewann knapp 8 Prozent, Lasertec etwa 10 Prozent. Tokyo Electron legte zwischen 5 und 6 Prozent zu, Kioxia rund 4 Prozent.

In Südkorea gaben Samsung Electronics und SK Hynix um 1 bis 2 Prozent nach oben. Rückenwind lieferten Exportdaten: Die südkoreanischen Ausfuhren stiegen binnen Jahresfrist um 83,5 Prozent, Halbleiter erreichten einen Rekord. Zusätzlich beruhigten schwächer als erwartete US-Inflationsdaten die Sorge vor einer weiteren Zinserhöhung der Fed.

Micron selbst bewegte sich vorbörslich kaum, die Zahlen waren offenbar eingepreist. Der Ausblick auf über 60 Milliarden Dollar Quartalsumsatz setzt die Latte für die nächste Berichtsrunde allerdings hoch.

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