Die Micron-Aktie geriet in dieser Woche ein wenig unter Druck, nachdem sich Gerüchte darüber breitmachten, dass der Speicherhersteller bei der nächsten Generation von Nvidia-Chips außen vor bleiben könnte. Doch besonders lange hielt sich die vorsichtige Stimmung nicht. Am Mittwoch ging es schon wieder um fast zehn Prozent bis auf 410,34 US-Dollar aufwärts.
Dabei könnte eine weitere euphorische Analystenstimme eine Rolle gespielt haben. Die Experten der US-Bank Morgan Stanley bestätigten nicht nur ihre Kursziel für Micron. Sie zogen ihr Kursziel auch noch einmal nach, nachdem die vorherige Zielmarke von 350 Dollar in Windeseile übertroffen werden konnte. Nun werden 450 Dollar in Aussicht gestellt.
Micron: Speicherkrise und kein Ende in Sicht
Wenig überraschend wird der positive Ausblick vor allem mit der anhaltenden Speicherkrise begründet. Die Analysten rechnen nicht mit einer baldigen Beruhigung im Segment. Bereits seit Jahresbeginn haben die Spotpreise für DDR5 laut den Börsenprofis um 30 Prozent angezogen; die Vertragspreise sollen 130 Prozent über jenen aus dem Januar liegen.
Micron Aktie Chart
Das bringt Micron bei einem faktischen Ausverkauf der eigenen Kapazitäten brachiale Margensteigerungen ein und auf Seiten der Analysten wird nicht mit einem Nachlassen der Entwicklung gerechnet. Stattdessen wird sogar vermutet, dass die Preise sich aufgrund des KI-Booms sogar noch einmal verdoppeln könnten.
An Nachfrage mangelt es nicht
Selbst wenn die Gerüchte um Nvidia sich bewahrheiten sollten: Micron wird in absehbarer Zeit wohl kaum Probleme damit haben, seine Speicherchips zu fast schon unverschämten Margen loszubekomme. Solange sich an dieser Ausgangslage nichts ändert, bleiben auch die Aussichten für den weiteren Kursverlauf hervorragend. Zwar wurden Preissteigerungen natürlich bereits munter eingepreist. Es steht aber zu vermuten, dass das gesamte Ausmaß der Speicherkrise an den Märkten noch immer etwas unterschätzt wird.
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