Micron-Aktie: Steigender Speicherhunger!

Der Speicherhersteller Micron profitiert enorm von der KI-Nachfrage, sieht aber neue Herausforderungen durch autonomes Fahren und humanoide Roboter. Die hohen Margen sind jedoch nicht ungefährdet.

Auf einen Blick:
  • KI-Rechenzentren treiben Speichernachfrage extrem
  • Prognose: Autos benötigen künftig 300 GB RAM
  • Humanoide Roboter als neuer Wachstumstreiber
  • Hohe Margen durch anhaltende Knappheit

Die derzeitige Speicherkrise kann noch nicht einmal ansatzweise als überwunden gelten. Der Hunger von KI-Rechenzentren nach Arbeitsspeicher scheint kaum zu stillen zu sein und Hersteller wie Micron kommen mit der Produktion nicht hinterher. Das sorgt für rasant steigende Margen und fürstliche Margen. Natürlich ist Micron sehr daran gelegen, für die Zukunft eine ähnlich hohe Nachfrage in Aussicht zu stellen.

Bei der Vorstellung der brachial guten Quartalszahlen ließ sich der Konzern daher auch zu einer Prognose hinreißen. Geht es nach Micron, so stehen die nächsten Speicherfresser bereits vor der Tür. Der Konzern rechnet damit, dass in Autos künftig 300 GB an Arbeitsspeicher benötigt werden könnten. Aktuell werden im Durchschnitt 16 GB verbaut.

Micron: Keine neue Begeisterung

Micron begründet diese Erwartung mit dem steigenden RAM-Bedarf durch das autonome Fahren. Zusätzlich dazu stellt das Unternehmen einen enormen Speicherhunger für das noch recht junge Feld von humanoiden Robotern in Aussicht. Bei all dem wollen auch weiterhin Rechenzentren, Smartphones und etliche weitere Geräte versorgt werden.

Micron versucht damit letztlich, ein Szenario zu zeichnen, bei dem trotz massiver Erhöhung der Kapazitäten die Preise und damit auch die Margen auf hohem Niveau bleiben. Die gewünschte Wirkung unter den Aktionären scheint damit aber nicht erzielt werden zu können. Latente Ängste vor einem gerüchtweisen Börsengang von Konkurrent SK Hynix und Zweifel am ewigen Wachstum bei Speicherpreisen setzten der Micron-Aktie zuletzt zu.

Micron Aktie Chart

(K)eine sichere Bank

Dass Speicherchips auch in Zukunft benötigt werden, daran ist nicht zu rütteln und Micron gehört zu nur drei Unternehmen weltweit, welche das Ganze in gigantischen Mengen produzieren können. Auf der Nachfrageseite ist daher nicht mit Problemen zu rechnen. Ob die Marge sich dauerhaft auf knapp 80 Prozent halten kann, ist aber eine ganz andere Frage.

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