Micron investiert nicht nur Milliarden in neue Produktionsanlagen, sondern auch in die Menschen, die diese Anlagen künftig betreiben sollen. In Manassas im US-Bundesstaat Virginia hat der Speicherchip-Hersteller jetzt den ersten Jahrgang seines Ausbildungsprogramms verabschiedet und gleichzeitig eine neue Gruppe von Auszubildenden aufgenommen. Seit dem Start des Programms im April 2024 hat Micron dort bereits mehr als 50 Auszubildende eingestellt.
Die Ausbildung verbindet Unterricht an der Northern Virginia Community College mit praktischer Arbeit bei Micron. Die Teilnehmer können dabei Berufserfahrung sammeln und gleichzeitig einen anerkannten Abschluss des US-Arbeitsministeriums erwerben. Das Programm richtet sich sowohl an Schulabgänger als auch an Erwachsene, die in die Halbleiterindustrie wechseln möchten.
Micron-Aktie: Chip-Boom braucht qualifizierte Mitarbeiter
Der Aufbau eigener Fachkräfte ist für Micron besonders wichtig, weil der Konzern seine Produktion in den USA massiv ausweitet. Allein in Manassas investiert Micron mehr als 2 Milliarden US-Dollar, um das Werk zu modernisieren und auszubauen. Dadurch sollen mehr als 3.100 Arbeitsplätze unterstützt werden.
Micron investiert zudem 250.000 Dollar in drei regionale Ausbildungsprogramme, die Schulen mit moderner Technik ausstatten und Schüler frühzeitig mit Berufen in der Halbleiterindustrie vertraut machen sollen.
Für die Micron-Aktie ist das vor allem vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an Speicherchips für KI-Rechenzentren interessant. Der Ausbau der Produktion kann nur funktionieren, wenn gleichzeitig genügend qualifizierte Mitarbeiter verfügbar sind. Micron versucht deshalb, die benötigten Fachkräfte frühzeitig selbst auszubilden.
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