Micron-Aktie: Noch mehr Rückenwind!

Micron-Aktie steigt um 10,8 Prozent auf neues Allzeithoch. Analysten von RBC sehen weiteres Potenzial und heben das Kursziel auf 1.200 Dollar an.

Auf einen Blick:
  • Aktie erreicht neues Rekordhoch
  • RBC erhöht Kursziel massiv
  • Kriegsende im Nahen Osten hilft
  • Langfristige Verträge mit hohen Margen

Nur kurz gönnten die Aktien der Speicherhersteller sich eine kleine Verschnaufpause, ehe die Bullen bei günstigeren Kursen wieder einstiegen und vorherige Verluste erstaunlich schnell ausgleichen konnten. Mit der guten Stimmung im Handel am Montag scheinen nun sämtliche Dämme gebrochen zu sein. Die Aktie von Micron konnte um 10,8 Prozent bis auf 1.087,99 US-Dollar zulegen.

Zeitweise wurde bei 1.097,47 Dollar sogar schon ein neuer Kursrekord auf die Beine gestellt. Als hilfreich erweist sich das Kriegsende im Nahen Osten, wenn auch bisher nur auf Basis einer Absichtserklärung. Die Sorge vor gestörten Lieferketten lässt dennoch nach und die Risikobereitschaft steigt wieder. Nicht wenige Anleger scheint es direkt in die Arme der Chiphersteller zu treiben.

Analysten sehen noch mehr Potenzial bei Micron

Geht es nach den Analysten der kanadischen Bank RBC, so muss bei der Rallye von Micron noch lange nicht Schluss sein. Erst kürzlich wurde das Kursziel massiv von zuvor 525 auf nun 1.200 Dollar erhöht. Begründet wurde dieser Schritt in einer Analyse vom Sonntag mit höheren Annahmen bei Preisen und Volumen.

Micron Aktie Chart

Die sehr deutliche Kurserhöhung zeigt auch, wie sehr Micron und andere von den Märkten noch bis vor einigen Monaten unterschätzt wurden. Erst die letzten Quartalszahlen zeigten das Ganze Ausmaß des Booms um Speicherchips. Experten gehen davon aus, dass jener noch bis 2028, vielleicht sogar noch länger anhalten könnte.

Zeitenwende bei Micron

Welche Bewertung für Micron noch angemessen sein mag, das sei dahingestellt. Festhalten lässt sich aber, dass das Unternehmen derzeit in einem ganz anderen Modus operiert. In der Vergangenheit waren die Geschäfte von stark schwankenden Speicherpreisen geprägt; Lieferverträge wurden oftmals nur über Monate oder gar Wochen ausgehandelt. Heute blickt man auf langjährige Verträge mit Margen, von denen Anleger vor ein oder zwei Jahren nicht einmal zu träumen gewagt hätten.

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