Die Micron-Aktie wurde zuletzt immer weiter und immer schneller in die Höhe geprügelt, und das aus gutem Grund. Die Nachfrage nach Speicherchips durchbricht jegliche Grenzen des Vorstellbaren. Die Produktion ist über Monate, wenn nicht Jahre leergekauft und die Margen springen immer weiter an.
Für das laufende Jahr rechnen Experten mit einem Nettogewinn von schwindelerregenden 66 Milliarden US-Dollar. Da Micron zuletzt aber bereits sämtliche Prognosen pulverisieren konnte, ist es nicht allzu weit hergeholt, mit noch mehr zu rechnen. Manch einer mag sich dennoch die Frage stellen, wie weit es mit dem Hype noch gehen mag.
Micron im Fokus
Angekommen ist der Boom längst auf breiter Front. In den sozialen Medien gehört Micron zu den am meistdiskutierten Werten; bei Reddit werden fleißig Screenshots von hohen Gewinnen in den Depots der Nutzer geteilt. Das ist ein hübscher Anblick vielleicht aber auch ein kleines Warnsignal. Denn für gewöhnlich haben Megatrends die Angewohnheit, nur kurz nach einem Höhepunkt und einem steigenden Interesse unter Kleinanlegern in eine Korrekturphase abzudriften.
Momentan ist bei der Micron-Aktie jedoch nichts wirklich gewöhnlich. Das KGV fällt selbst nach den enormen Kurssprüngen nicht gering, aber noch vertretbar aus. Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 900 Milliarden Dollar landen wir für die von Analysten prognostizierten Gewinne in 2026 bei 13 bis 14. Das wäre in der Vergangenheit viel gewesen. Aktuell droht aber ein Szenario eines Nachfrageknicks bestenfalls in weit entfernter Zukunft. Der bisherige Schweinezyklus tritt in den Hintergrund.
Micron Aktie Chart
Die Rechenzentren geben die Richtung vor
Mit Zugewinnen von gut 800 Prozent im Jahresvergleich folgt die Micron-Aktie Nachfrage und Preissteigerungen im Speichersegment in einem letztlich vertretbaren Rahmen. Solange die Rechenzentren nicht genug Chips bekommen können, bleibt durchaus noch Luft nach oben vorhanden. Als Risiko bleibt ein Szenario, in dem die KI-Blase an Luft verliert oder sogar platzt. Doch trotz zahlreicher Warnungen ist es dazu bislang nicht gekommen und insbesondere die Hardwarehersteller liegen auf der Sonnenseite.
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