Micron Technology hat gestern im Umfeld anhaltender Zweifel an der Rentabilität hoher KI-Investitionen 6,2% verloren. Die Nachrichtenagentur AP berichtete heute über eine weiterhin instabile Verfassung der Technologie- und KI-Werte nach dem Ausverkauf der Vorwoche. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob die Ausgaben großer Technologiekonzerne für KI-Rechenzentren ausreichende Erträge liefern werden.
Konkurrenz bei Speicherchips im Blick
Für die Speicherbranche kommt die Entwicklung des chinesischen Wettbewerbers CXMT hinzu. Reuters berichtete am Freitag über dessen Quartalsgewinn und rasantes Umsatzwachstum. Dadurch rückt der Wettbewerb bei Speicherchips stärker in den Fokus. Micron gehört laut Reuters zu den Konkurrenten, die höherwertige HBM-Produkte priorisieren.
Bereits vor rund zwei Wochen hatte außerdem Intels schwacher Quartalsausblick einen breiten Abverkauf bei Halbleiterwerten ausgelöst. Medienberichten zufolge gehörte Micron zu den betroffenen Chipaktien.
Micron meldete für das vierte Geschäftsquartal 2026 einen Rekordumsatz. Dieser erreichte 54,2 Milliarden $. Für das erste Geschäftsquartal 2027 gab das Unternehmen eine Umsatzprognose ab. Sie liegt zwischen 60 Milliarden $ und 63 Milliarden $. Dabei handelt es sich um eine Erwartung, nicht um bereits erzielte Erlöse.
Investitionen in Idaho und Einigung in Taiwan
Abseits des Börsengeschehens kündigte Micron am 27. Oktober neue Investitionen von mehr als 67 Millionen $ in Idaho an. Die Mittel sind für den öffentlichen Nahverkehr, Wohnraum und Sparkonten für Kinder vorgesehen. Die Ankündigung umfasst damit mehrere lokale Vorhaben.
Am 22. Oktober teilte Micron zudem eine arbeitsrechtliche Einigung mit seiner Gewerkschaft in Taichung in Taiwan mit. Reuters zufolge verständigten sich beide Seiten darauf, sich aus dem angesetzten Vermittlungsverfahren zurückzuziehen.
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