Micron Technology hat die Übernahme des Produktionsstandorts P5 von Powerchip Semiconductor Manufacturing in Tongluo abgeschlossen. Die Transaktion im Volumen von 1,8 Milliarden Dollar war bereits im Januar angekündigt worden. Der Standort in der Nähe von Taichung umfasst rund 28.000 Quadratmeter Reinraumfläche für die Fertigung von 300-Millimeter-Wafern. Micron will dort die Produktion von DRAM-Chips ausbauen, insbesondere von High Bandwidth Memory für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz.
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits im Januar mit den Vorbereitungen begonnen. Nun startet der Umbau der bestehenden Produktionsräume. Erste nennenswerte Auslieferungen von Produkten aus der neuen Anlage erwartet Micron im Geschäftsjahr 2028. Der Standort liegt etwa 25 Kilometer von Microns bestehendem Werk in Taichung entfernt und soll dessen Kapazitäten ergänzen.
Zweite Anlage bereits in Planung
Noch bevor die erste Anlage in Betrieb geht, plant Micron bereits die nächste Ausbaustufe. Bis Ende des Geschäftsjahres 2026 soll der Bau einer zweiten Fertigungsanlage am selben Standort beginnen. Diese würde zusätzliche 25.000 Quadratmeter Reinraumfläche schaffen und damit in etwa die Größe der übernommenen Anlage erreichen. Die Geschwindigkeit dieser Expansion zeigt, wie stark Micron auf wachsende Nachfrage nach Speicherprodukten setzt.
„Speicher ist ein strategisches Gut, das die Leistung von KI-Produkten bestimmt“, erklärte das Unternehmen. Manish Bhatia, verantwortlich für die globalen Produktionsstandorte bei Micron, betonte die Bedeutung des Standorts für die weltweiten Ausbaupläne. Er hob die Zusammenarbeit mit der taiwanischen Regierung und dem lokalen Zulieferer-Ökosystem hervor, die eine schnelle Umsetzung ermöglichen sollen.
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Taiwan als strategischer Produktionsstandort
Die Entscheidung für Taiwan unterstreicht die Rolle der Insel als Zentrum für die Halbleiterproduktion. Micron profitiert dort von etablierten Lieferketten und einem erfahrenen Arbeitskräftepool. Das Unternehmen dankte explizit mehreren Regierungsstellen, darunter dem Wirtschaftsministerium und dem Wissenschaftsrat, für ihre Unterstützung bei der Transaktion.
Natürlich bleibt abzuwarten, wie sich die Nachfrage nach Speicherchips langfristig tatsächlich entwickelt. Der Markt für DRAM-Produkte unterliegt traditionell starken Schwankungen. Momentan ist die Nachfrage aufgrund des KI-Booms gigantisch. Sollte sich jedoch das Wachstum in diesem Segment verlangsamen, könnte die Dynamik rasch abflauen. Darum ist jetzt entscheidend, wie schnell Micron die neuen Kapazitäten tatsächlich auslasten kann, um vom aktuellen Hype maximal profitieren zu können.
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