Micron Technology profitiert weiter massiv vom Ausbau der KI-Infrastruktur. Der US-Speicherhersteller stellte für das kommende Quartal einen Umsatz deutlich über den Markterwartungen in Aussicht. Gleichzeitig sind die finanziellen Zusagen von Kunden aus langfristigen Lieferverträgen stark gestiegen, was auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach KI-Speicher hindeutet.
Micron Technology-Aktie: KI-Nachfrage treibt Auftragsbestand
Die finanziellen Verpflichtungen der Kunden aus langfristigen Liefervereinbarungen stiegen laut CEO Sanjay Mehrotra auf 32 Mrd. US-Dollar, nachdem Micron Technology im Juni noch 22 Mrd. US-Dollar gemeldet hatte. Der Großteil dieser Zusagen liegt laut Reuters in Form von Bareinlagen vor.
Noch größer fällt der Blick auf die künftig vertraglich gebundenen Umsätze aus: Finanzchef Mark Murphy bezifferte die verbleibenden Leistungsverpflichtungen aus diesen Vereinbarungen auf rund 150 Mrd. US-Dollar, nach etwa 100 Mrd. US-Dollar im vorherigen Quartal.
Micron Technology-Aktie: Speicher wird zum KI-Engpass
Vor allem High Bandwidth Memory, kurz HBM, profitiert vom KI-Boom. Micron Technology ist ein wichtiger Lieferant von Nvidia, dessen Prozessoren in KI-Rechenzentren breit eingesetzt werden.
Manish Bhatia, President und COO von Micron Technology, bezeichnet Speicher sogar als den entscheidenden Engpass bei KI. Rechenzentren seien inzwischen zum größten Markt für Speicher- und Storage-Produkte geworden. Das Unternehmen erwartet zudem, dass Angebot und Nachfrage bei Speicherlösungen in den Geschäftsjahren 2027 und 2028 deutlich angespannter sein werden als 2026.
Micron Technology-Aktie: Produktion kommt Nachfrage kaum hinterher
Nach Angaben von Reuters liegen die Bestellungen deutlich über den verfügbaren Kapazitäten. Micron Technology baut deshalb seine Produktionskapazitäten an nahezu allen Standorten aus und errichtet unter anderem neue Anlagen in den USA und in Japan.
Die ersten Silizium-Wafer aus den neuen Kapazitäten werden Mitte 2027 erwartet. Einen spürbaren Effekt auf das verfügbare Angebot dürften diese neuen Fabriken laut Manish Bhatia jedoch erst nach einer Hochlaufphase von mehreren Quartalen haben.
Zur Einordnung: Die Zahlen unterstreichen, wie stark sich Micron Technology vom klassischen zyklischen Speicherhersteller zu einem wichtigen Zulieferer des KI-Infrastrukturbooms entwickelt. Besonders auffällig sind die auf 32 Mrd. US-Dollar gestiegenen Kundenverpflichtungen und rund 150 Mrd. US-Dollar an verbleibenden Leistungsverpflichtungen, die eine hohe vertraglich gebundene Nachfrage anzeigen.
Micron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron-Analyse vom 01. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Micron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
