Micron Aktie: Deutsche Bank hebt Ziel auf 1.500 Dollar

Vor den Quartalszahlen am 24. Juni erwarten Analysten bei Micron Rekordumsätze. Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach DRAM-Speicher.

Auf einen Blick:
  • Quartalsbericht am 24. Juni erwartet
  • Analysten heben Kursziele auf 1.500 Dollar
  • KI-Bedarf treibt DRAM-Preise rasant
  • Aktie seit Jahresbeginn um 268 Prozent gestiegen

Die Erwartungen an der Wall Street steigen unaufhörlich. Am 24. Juni öffnet Micron die Bücher für das dritte Geschäftsquartal. Der Speicherchip-Hersteller muss dann beweisen, dass der gewaltige Kursaufschwung der letzten Monate gerechtfertigt ist.

Analysten schrauben Kursziele hoch

Im Vorfeld der Zahlen überschlagen sich die Analysten mit neuen Prognosen. Die Deutsche Bank und TD Cowen hoben ihre Kursziele massiv auf 1.500 US-Dollar an. Citi zog mit einem neuen Ziel von 1.200 US-Dollar nach.

Der Grund für den Optimismus ist ein knapper Markt für DRAM-Speicher. Diese Bauteile sind für KI-Systeme zwingend notwendig. Citi rechnet bis 2026 mit einem Preisanstieg von 200 Prozent.

Hohe Hürden für das Quartalsergebnis

Das Management selbst legte die Messlatte im März bereits hoch. Micron stellte für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Beim Gewinn je Aktie peilte das Unternehmen 19,15 US-Dollar an.

Die Folge: Der Markt fordert mittlerweile mehr. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 35 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn soll bei 20,05 US-Dollar je Anteilsschein liegen.

Extreme Kursrallye

Die Börse hat diese Fantasie längst eingepreist. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um beeindruckende 268 Prozent. Ein Ende der Rallye ist vorerst nicht in Sicht.

Das Rekordhoch von 1.002,80 Euro von Mitte Juni ist in greifbarer Nähe. Technisch ist das Papier stark überkauft. Der Kurs notiert mehr als 183 Prozent über seiner 200-Tage-Linie.

Am Mittwochabend präsentiert Micron die endgültigen Zahlen. Investoren achten dann besonders auf die Aussagen zur Nachfrage nach Hochbandbreitenspeicher. Bestätigt das Management das knappe Angebot, stützt das die aktuelle Bewertung. Enttäuscht der Ausblick, drohen bei der enormen Fallhöhe schnelle Gewinnmitnahmen.

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