Die Micron-Aktie setzte am Montagvormittag im deutschen Handel ihre beeindruckende Rallye fort und legte 3,6 % auf 862 Euro zu. Auf 1-Monats-Sicht belief sich das Plus auf 81 %, in den letzten 6 Monaten ging es um 316 % und in den letzten 12 Monaten gar um 904 % nach oben (Stand: 01.06.2026, 9:30 Uhr, Tradegate).
Die Micron-Aktie profitiert massiv vom KI-Boom und der extremen Nachfrage nach Speicherlösungen sowie den preissteigernden Engpässen in diesem Bereich.
Derweil hat der US-Konzern den offiziellen Produktionsstart seines neuesten Speicherchips am Standort Manassas im Bundesstaat Virginia gefeiert. Als einziger US-amerikanischer Hersteller von Arbeitsspeicher ist Micron in einer einzigartigen Position, die heimische Versorgungssicherheit zu stärken.
Micron-Aktie: Fortschrittlichster Speicherchip, der je in den USA hergestellt wurde
Bei dem nun in Manassas gefertigten Chip handelt es sich um den sogenannten 1-Alpha-DRAM-Knoten – die fortschrittlichste Speichertechnologie, die je in den Vereinigten Staaten produziert wurde. Die qualifizierte Serienproduktion aus dem Manassas-Werk soll Ende 2026 anlaufen.
Die Fertigung in Virginia richtet sich gezielt an Branchen, die auf langlebige Speicherlösungen angewiesen sind: Automobil, Verteidigung und Luft- und Raumfahrt, Industrie, Netzwerktechnik sowie Medizintechnik. Damit reagiert Micron auf einen strukturellen Engpass: Da viele Hersteller ihre älteren Produktionskapazitäten zunehmend auf modernste Speicher für KI-Systeme umstellen, sinkt das verfügbare Angebot für traditionelle Industrien wie Automobil und Verteidigung – genau die Märkte, die Manassas bedienen soll.
Micron-Aktie: 200-Milliarden-Dollar-Plan für die amerikanische Halbleiterfertigung
Die Investitionen in Manassas belaufen sich auf mehr als zwei Milliarden Dollar und werden durch staatliche Förderung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene unterstützt. Der Standort beschäftigt derzeit mehr als 3.100 Menschen.
Das Virginia-Projekt ist Teil von Microns umfassendem US-Investitionsplan mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Milliarden Dollar, der gemeinsam mit geplanten Großprojekten in Boise, Idaho, und Clay, New York, insgesamt rund 90.000 amerikanische Arbeitsplätze schaffen soll. Ergänzend investiert Micron nach eigenen Angaben mehr als 325 Millionen Dollar in Ausbildungsprogramme und Halbleiter-Bildungsinitiativen in den betroffenen Bundesstaaten.
Das Manassas-Projekt unterstreicht Microns strategische Doppelrolle: Während die Werke in Idaho und New York auf modernste KI-Speicher ausgerichtet sind, sichert Virginia die Versorgung traditioneller Schlüsselindustrien.
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