Micron Aktie: 950 Dollar von BofA Securities

KI-Boom treibt Speicherchip-Nachfrage: Micron profitiert von Engpässen und steigenden Preisen, Analysten sehen Kurspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Mizuho erhöht Kursziel auf 800 Dollar
  • DRAM-Preise steigen um 355 Prozent
  • Neue KI-Speichermodule in Erprobung
  • Quartalszahlen am 24. Juni erwartet

Ein Kursplus von 680 Prozent innerhalb von zwölf Monaten spricht eine klare Sprache. Der KI-Boom hat Speicherchips vom simplen Bauteil zur knappen strategischen Ressource gemacht. Jetzt ziehen die Analysten ihre Prognosen für Micron Technology massiv nach oben.

Die Experten von Mizuho Securities sehen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Sie hoben ihr Kursziel für den Halbleiterhersteller auf 800 US-Dollar an. Die Einstufung bleibt auf „Outperform“. Als Haupttreiber identifiziert Analyst Vijay Rakesh den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren.

Kampf um Kapazitäten

Der Wandel hin zu KI-optimierten Systemen verändert die Nachfrage nach Speicherprodukten grundlegend. Das Angebot bleibt knapp. Aktuelle Marktanalysen deuten auf Engpässe bis weit ins Jahr 2027 hin. Micron selbst bestätigte bereits, dass die Kapazitäten für Hochbandbreitenspeicher für die kommenden Monate weitgehend an Großkunden vergeben sind.

Diese extreme Verknappung schlägt voll auf die Preisgestaltung durch. Die Vertragspreise für NAND- und DRAM-Speicher sind im Jahresvergleich um 413 beziehungsweise 355 Prozent nach oben geschossen. Für die großen Produzenten entsteht so ein äußerst lukratives Marktumfeld.

An der Börse spiegelt sich diese Dynamik eindrucksvoll wider. Die Papiere notieren aktuell bei rund 656 Euro. Allein seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 144 Prozent auf der Anzeigetafel. Andere Investmentbanken ziehen derweil mit Mizuho mit.

Citigroup peilt für die Aktie ebenfalls die 800-Dollar-Marke an. BofA Securities geht noch einen Schritt weiter und ruft ein Ziel von 950 US-Dollar aus. Die Experten verweisen dabei auf den Markt für KI-Rechenzentren, dessen Volumen bis zum Ende des Jahrzehnts auf 1,7 Billionen US-Dollar anwachsen soll.

Neue Hardware für Rechenzentren

Technologische Fortschritte untermauern die hohe Bewertung. Das Unternehmen bemustert derzeit neue Speichermodule, die speziell auf KI-Server zugeschnitten sind und den Energiebedarf drastisch senken. Parallel dazu startete Anfang Mai die Auslieferung von hochkapazitiven Datenzentren-SSDs. Da KI-Workloads zunehmend in Richtung Inferenzanwendungen wandern, erschließt sich der Konzern lukrative Einnahmequellen jenseits klassischer DRAM-Komponenten.

Die nächste Bewährungsprobe steht bereits im Kalender. Am 24. Juni 2026 präsentiert das Management die Zahlen für das abgelaufene Mai-Quartal. Analysten rechnen dabei mit einem gewaltigen Umsatzsprung auf über 33 Milliarden US-Dollar.

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