Moderne Autos brauchen enorme Mengen an Speicherchips. Micron sichert sich nun ein großes Stück dieses Kuchens. Der Halbleiterkonzern schließt einen strategischen Liefervertrag mit General Motors ab. Das Ziel: Die Bauteile-Produktion für die kommenden Jahre verlässlich abzusichern.
An der Börse kommt der Pakt hervorragend an. Die Micron-Papiere kletterten am Freitag um fast sechs Prozent auf 902,30 Euro. Ein starkes Signal. Auf Jahressicht verbucht die Aktie damit ein historisches Kursplus von rund 768 Prozent.
Milliarden für die Autoindustrie
Der Vertrag mit General Motors geht über reine Lieferungen hinaus. Beide Konzerne entwickeln gemeinsam künftige Speichertechnologien für völlig neue Fahrzeugarchitekturen. Fahrerassistenzsysteme und KI-Funktionen im Cockpit verlangen nach immer mehr Rechenleistung. Micron investiert massiv, um genau diese Nachfrage zu bedienen.
Dafür modernisiert das Unternehmen aktuell sein Werk in Manassas im Bundesstaat Virginia. Rund zwei Milliarden US-Dollar fließen in den US-Standort. Die Produktion lief dort bereits Anfang des Jahres an. Starke lokale Lieferketten sollen die Ausfälle vergangener Krisen künftig verhindern.
Ausverkauft bis ins nächste Jahr
Parallel dazu brummt das Kerngeschäft dank des Booms rund um Künstliche Intelligenz. Kunden haben die hochleistungsfähigen HBM-Chips des Konzerns für das Kalenderjahr 2026 bereits restlos leergekauft. Selbst für 2027 hat die Kundschaft den Großteil der Produktion schon heute fest reserviert. Diese extreme Knappheit treibt die Preise und beschert Micron außergewöhnlich hohe Gewinnmargen.
Um die Kapazitäten schnellstmöglich zu erweitern, verdoppelt Micron im laufenden Geschäftsjahr seine Investitionen. Im Jahr 2027 könnte das Budget für neue Fabriken sogar die Marke von 40 Milliarden US-Dollar übersteigen. Der Chiphersteller rüstet sich für einen langanhaltenden Superzyklus.
Die vollen Auftragsbücher geben dem Management für die kommenden Quartale große Planungssicherheit. Der frische Vertrag mit General Motors fügt dem KI-Geschäft nun ein robustes zweites Standbein hinzu. Solange die starke Nachfrage bei High-End-Chips anhält, diktiert Micron die Preise am Markt.
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