MICHELIN greift in den USA zu – und holt sich gleich zwei Spezialisten ins Haus. Der französische Reifenhersteller hat Vereinbarungen zur Übernahme von Cooley und Tex Tech Industries getroffen. Cooley ist auf leistungsfähige, polymerbeschichtete Gewebe fokussiert, Tex Tech Industries entwickelt Textilien, Stoffe und Beschichtungen für Nischen wie Hitzeschutz in der Raumfahrt, feuerfeste Materialien für Flugzeugrümpfe oder flammhemmende Textilien für Flugzeugsitze.
Mit den Zukäufen will Michelin den Umsatz im Geschäftsbereich Polymer-Verbundwerkstoffe um rund 20 Prozent erhöhen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 280 Millionen Dollar. Finanzielle Details zu den Transaktionen nennt das Unternehmen nicht. Der Abschluss wird in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Die Stoßrichtung ist eindeutig
Michelin treibt die Diversifizierung konsequent voran und setzt dabei auf hochspezialisierte Technologiefelder jenseits des klassischen Reifengeschäfts. Cooley und Tex Tech passen in dieses Bild: Beide bedienen Märkte mit hohen Eintrittsbarrieren und anspruchsvollen Anforderungen – genau dort sucht Michelin offenbar zusätzliches Wachstum und mehr Stabilität im Portfolio.
Auf Basis des aktuellen Aktienkurses liegt das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 bei 10,2, die Dividendenrendite bei rund 5 Prozent. Für einen etablierten Industriekonzern sind das solide Eckdaten.
Entscheidend wird nun, wie reibungslos die Integration gelingt. Das avisierte Plus im Segment Polymer-Verbundwerkstoffe klingt jedenfalls nach einem spürbaren Wachstumsschub – und unterstreicht, dass Michelin längst mehr sein will als nur ein Reifenhersteller.
MICHELIN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MICHELIN-Analyse vom 03. Januar liefert die Antwort:
Die neusten MICHELIN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MICHELIN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
