Metaplanets geplanter Einstieg bei Super League Enterprise hat gestern eine wichtige Zustimmung erhalten, ist aber noch nicht abgeschlossen. Die Aktionäre von Super League billigten die zugehörigen Beschlussvorlagen. Für Metaplanet stehen damit zwei unterschiedliche Kapitalmaßnahmen nebeneinander: eine geplante Beteiligung über die US-Tochter und die bereits konkretisierte Finanzierung von Schuldentilgung und Aktienrückkäufen.
Zustimmung ersetzt nicht den Abschluss
Nach Angaben von Super League soll Metaplanet über seine vollständig gehaltene US-Tochter Metaplanet Holdings beim Abschluss 2.100 Bitcoin sowie 2,5 Millionen $ einbringen. Der Vollzug steht weiterhin unter den üblichen Abschlussbedingungen. Super League kündigte außerdem an, künftig unter dem Namen Superplanet, Inc. aufzutreten.
Die Abstimmung beseitigt damit eine gesellschaftsrechtliche Hürde. Sie ist jedoch nicht mit dem Vollzug der geplanten Investition gleichzusetzen. Für die Einordnung der Nachricht bleibt dieser Unterschied entscheidend: Die Einbringung ist vorgesehen und noch nicht als abgeschlossen gemeldet.
Wandelanleihe schafft finanziellen Spielraum
Parallel dazu hat Metaplanet seine Finanzierung konkretisiert. Am 14. Oktober legte das Unternehmen die endgültigen Konditionen einer Nullkupon-Wandelanleihe über ¥52 Milliarden fest. Die Fälligkeit liegt im Jahr 2031.
Der Wandlungspreis beträgt ¥339. Als potenzielle Verwässerung nannte das Unternehmen 11,24%. Damit steht dem Finanzierungsspielraum ein mögliches zusätzliches Aktienangebot gegenüber: Eine Wandelanleihe kann bei Umwandlung die Beteiligungsquote bestehender Aktionäre verringern.
Bei der Ankündigung am 13. Oktober hatte Metaplanet erwartete Nettoerlöse von rund ¥51,9 Milliarden genannt. Davon waren ¥23,6 Milliarden zur Rückzahlung von durch Bitcoin besicherten Krediten vorgesehen.
Bis zu ¥28,3 Milliarden sollten in Aktienrückkäufe fließen. Die Mittelverwendung verbindet damit den Abbau besicherter Verbindlichkeiten mit dem Erwerb eigener Aktien. Die Anleihe dient folglich nicht ausschließlich dem Schuldenabbau.
Rückkäufe und Verwässerung getrennt betrachten
Einen konkreten Rückkauf meldete Metaplanet ebenfalls am 14. Oktober: Das Unternehmen erwarb 73.981.400 eigene Stammaktien für ¥19.309.145.400. Die Abwicklung erfolgte über das außerbörsliche ToSTNeT-3-System der Tokyo Stock Exchange.
Für Anleger greifen die Maßnahmen an unterschiedlichen Stellen an. Der Rückkauf ist bereits erfolgt, während die Anleihe eine mögliche spätere Verwässerung enthält. Aus beiden Vorgängen lässt sich deshalb nicht ohne Weiteres eine abschließende Veränderung der Aktienzahl ableiten.
Auch der geplante Einstieg bei Super League gehört in eine andere Kategorie: Hier geht es um eine noch bedingte Investition, nicht um einen abgeschlossenen Rückkauf. Entscheidend bleibt, die bestätigten Transaktionen von den angekündigten Schritten zu trennen. Die Zustimmung der Super-League-Aktionäre bringt den Beteiligungsplan voran; sie macht aus ihm noch keine vollzogene Investition.
Red Planet Japan-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Red Planet Japan-Analyse vom 20. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Red Planet Japan-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Red Planet Japan-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Red Planet Japan: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
