Metaplanet greift nach dem japanischen Wertpapiermarkt. Das Unternehmen kauft das lizenzierte Brokerhaus Siiibo Securities für umgerechnet 13,1 Millionen US-Dollar. Damit leitet der Konzern eine radikale Transformation seines Geschäftsmodells ein.
Metaplanet will ein integriertes Finanzsystem für Bitcoin in Japan aufbauen. Das Vorhaben läuft unter dem Namen „Project Nova“. Nach Abschluss der Übernahme firmiert die neue Tochtergesellschaft als Metaplanet Securities.
Billionenschwerer Markt im Visier
Der Konzern zielt auf die enormen Ersparnisse der japanischen Haushalte. Diese belaufen sich auf schätzungsweise 2.351 Billionen Yen. Davon lagert fast die Hälfte in bar oder auf niedrig verzinsten Bankkonten.
Das Unternehmen plant nun die Ausgabe spezieller Finanzinstrumente. Geplant sind digitale Kredite und tokenisierte Wertpapiere mit Bitcoin-Bezug. Diese Produkte sollen Anlegern neue Renditechancen im Krypto-Sektor eröffnen.
Das Management will die Lücke zwischen traditionellen Kapitalmärkten und digitalen Assets schließen. Die vollständige Übernahme der Siiibo Securities soll bis August abgeschlossen sein.
Gewaltige Bitcoin-Bestände
Parallel dazu hortet der Konzern inzwischen 43.000 Bitcoin in seiner Bilanz. Allein im zweiten Quartal kamen 2.823 Einheiten hinzu. Der durchschnittliche Kaufpreis für diese Tranche lag bei rund 80.000 US-Dollar.
Zur Finanzierung nutzt das Unternehmen auch Einnahmen aus dem Optionshandel. Diese spülten im letzten Quartal 10,85 Millionen Dollar in die Kasse. Dabei erzielte Metaplanet eine Bitcoin-Rendite von 6,6 Prozent.
Volatilität bleibt hoch
Die Aktie notiert aktuell bei 1,24 Euro. Damit zeigt das Papier heute eine leichte Erholung. Im Zwölf-Monats-Vergleich steht jedoch ein Minus von über 86 Prozent.
Das 52-Wochen-Hoch von 9,42 Euro liegt in weiter Ferne. Bis zur vollständigen Integration der neuen Tochter im August dürfte der Kurs volatil bleiben.
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