Metaplanet Aktie: JPYC-Lotterie für 1.000 Aktionäre

Metaplanet führt Stablecoin-Bonus für Aktionäre ein, doch der Aktienkurs fällt weiter und nähert sich dem Jahrestief.

Auf einen Blick:
  • Neuer Stablecoin-Bonus für Aktionäre
  • Kurs fällt trotz Krypto-Initiative
  • Aktie nähert sich 52-Wochen-Tief
  • Minus von 87 Prozent im Jahresvergleich

Metaplanet lockt seine Aktionäre mit einem neuen Web3-Bonus. Wer Aktien hält, kann künftig japanische Stablecoins erhalten. Die Börse quittiert das Krypto-Geschenk allerdings mit einem Schulterzucken. Der Aktienkurs fällt ungebremst weiter.

Stablecoins als Aktionärsbonus

Das japanische Unternehmen integriert digitale Assets in sein Bonusprogramm. Aktionäre erhalten den an den Yen gekoppelten Stablecoin JPYC. Die Verteilung läuft über die HashPort Wallet. Diese App bündelt Kryptowährungen und NFTs auf einer Plattform.

Die Aktion richtet sich an Anleger mit mindestens 100 Aktien. Stichtag ist der laufende Monat Juni 2026. Teilnehmer müssen die spezielle Wallet nutzen und ihre Coins registrieren. Sie dürfen das digitale Geld einen Monat lang nicht in klassische Yen umtauschen.

Metaplanet verlost zunächst Stablecoins im Wert von 1,5 Millionen Yen. Die Lotterie gilt für die ersten 1.000 berechtigten Aktionäre. Die Hauptgewinner erhalten jeweils 100.000 JPYC. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich im Herbst.

Der Schritt passt zur Strategie des Managements. Die Tochtergesellschaft Metaplanet Ventures investierte bereits im April in den Herausgeber JPYC Inc. Das Ziel: ein japanisches Ökosystem rund um Bitcoin und digitale Zahlungen aufbauen.

Der Markt ignoriert die Web3-Fantasie

Die Krypto-Offensive verfehlt ihre Wirkung an der Börse komplett. Die Aktie rutschte am Mittwoch um weitere 2,77 Prozent ab. Der Kurs steht nun bei 1,23 Euro und nähert sich dem 52-Wochen-Tief.

Investoren gewichten die Risiken offensichtlich höher als die neuen Web3-Initiativen. Die Angst vor verwässerten Anteilen belastet das Papier. Dazu kommt die hohe Schwankungsbreite der Bitcoin-Strategie.

Das spiegelt sich im langfristigen Trend wider. Auf Jahressicht steht ein Minus von rund 87 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zur 200-Tage-Linie fällt mit über 48 Prozent massiv aus.

Das Bonusprogramm bindet Krypto-Fans zwar enger an das Unternehmen. Echten finanziellen Mehrwert liefert es bisher nicht. Solange das Kerngeschäft keine soliden Gewinne abwirft, bleibt die Aktie in einem intakten Abwärtstrend.

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