Das Bitcoin-Ertragsgeschäft des japanischen Unternehmens Metaplanet hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die eigenen Vorgaben verfehlt. Nach Angaben der Gesellschaft beliefen sich die operativen Erlöse in dieser Sparte im Quartal auf 848,4 Millionen Yen. Trotz des schwächeren operativen Verlaufs behält Metaplanet die konsolidierte Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026 unverändert bei.
Erlöse bleiben hinter den Erwartungen
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 summierte sich der operative Umsatz im Ertragssegment rund um Bitcoin auf 5,565 Milliarden Yen. Metaplanet räumte am Montag ein, dass die bisherigen Fortschritte nicht das ursprünglich anvisierte Niveau erreicht haben.
Dennoch sieht die Führung vorerst keinen Anlass, den Ausblick für das laufende Gesamtjahr anzupassen. Die Ertragsgenerierung aus Krypto-Beständen bildet neben dem reinen Halten von Vermögenswerten eine der strategischen Säulen, mit denen das Unternehmen regelmäßige Einnahmen erwirtschaften will.
Neue Struktur für Zinserträge geplant
Um die künftigen Einnahmeströme zu stärken, stellte das Unternehmen parallel eine Strategie für Nettozinserträge vor. Metaplanet plant demnach, über unbefristete Vorzugsaktien, sogenannte BitBonds sowie eine mit Bitcoin besicherte Kreditfazilität frische Mittel aufzunehmen. Das aufgenommene Kapital soll anschließend in ertragbringende Anlagen fließen. Als mögliches Anlageziel fasst das Management unter anderem Vorzugspapiere anderer Bitcoin-Treasury-Unternehmen ins Auge.
Vor rund einem Monat hatte Metaplanet die grundsätzliche Kapitalallokation neu justiert. Gemäß dieser Ausrichtung sollen 85 bis 90 Prozent der Gesamtaktiva in Bitcoin gehalten werden, während 10 bis 15 Prozent für strategische Investitionen vorgesehen sind.
Ergänzend dazu hatte das Unternehmen im dritten Quartal 10.000 Bitcoin für 124,7 Milliarden Yen veräußert und später 11.000 Bitcoin für 149,9 Milliarden Yen zurückerworben. Am 30. September lag der Gesamtbestand schließlich bei 44.000 Bitcoin. Als Begründung für die zwischenzeitliche Veräußerung nannte Metaplanet den Nachweis von Liquidität gegenüber Gläubigern und Ratingagenturen.
Rückkaufprogramm pausiert im September
Am Aktienmarkt spiegelte sich die operative Gemengelage zuletzt in einer gedämpften Entwicklung wider. Am Dienstag schloss das Papier bei 1,60 Euro, womit seit Jahresanfang ein Minus von 28 Prozent zu Buche steht.
Zugleich zeigte sich das Unternehmen bei den eigenen Anteilsscheinen zuletzt zurückhaltend. Im September erwarb Metaplanet keine eigenen Aktien im Rahmen des bestehenden Rückkaufprogramms.
Die Ermächtigung erlaubt den Rückkauf von bis zu 150 Millionen Aktien im Gesamtwert von maximal 75 Milliarden Yen und läuft noch bis zum 28. Oktober 2026. Auch bei den Bezugsrechten der 27. Serie gab es im Vormonat keine Ausübungen, sodass zum Monatsende weiterhin 947.300 Rechte über insgesamt 94,73 Millionen Aktien ausstanden.
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