Meta Platforms richtet den Fokus verstärkt auf Unternehmenskunden und den Ausbau der dafür nötigen Infrastruktur. Mit dem Start der Meta Enterprise Platform will der Konzern seine Modelle für künstliche Intelligenz sowie spezialisierte Agenten und Softwarewerkzeuge direkt für Firmenkunden nutzbar machen.
Um den Vorstoß zu leiten, berief das Unternehmen den ehemaligen MongoDB-Chef Chirantan „CJ“ Desai auf den neu geschaffenen Posten des Chief Enterprise Platform Officer, der direkt an Vorstandschef Mark Zuckerberg berichtet.
An der Börse notierte das Papier am Freitag zum Handelsschluss bei 646,80 Euro. Damit liegt der Kurs rund 5,7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 685,90 Euro.
Ausbau der weltweiten Rechen- und Netzkapazitäten
Flankiert wird die geschäftliche Neuausrichtung durch Vereinbarungen zur technischen Absicherung hoher Rechenlasten. Laut Reuters hat der Konzern Verträge mit dem australischen Rechenzentrumsbetreiber Firmus über GPU-Kapazitäten an dessen Standorten in Südostasien unterzeichnet.
Firmus hatte die entsprechenden Vereinbarungen am 28. September bekannt gegeben. Die Vereinbarung zielt auf die Sicherstellung jener Rechenleistung ab, die für komplexe KI-Anwendungen und Unternehmensdienste benötigt wird.
Zusätzlich treibt das Unternehmen eigene Netzprojekte voran. Am 21. September stellte Meta das Projekt Petal vor, ein geplantes Unterseekabel zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich.
Die Verbindung ist für eine Übertragungskapazität von einem Petabit pro Sekunde ausgelegt und soll im Jahr 2029 in Betrieb gehen. Als Projektpartner fungieren NEC und Sumitomo Electric, während das Telekommunikationsunternehmen Orange die Anlandung an der französischen Küste übernimmt.
Juristische Auseinandersetzungen und personelle Korrekturen
Während die technologische Basis erweitert wird, sieht sich der Konzern an anderen Stellen mit Belastungen konfrontiert. Im US-Bundesstaat New Mexico forderte die Justiz am 1. Oktober Strafzahlungen in Höhe von 35 bis 40 Milliarden Dollar, nachdem Geschworene befunden hatten, dass Meta Verbraucher beim Datenschutz auf Facebook getäuscht habe. Meta stufte diese Forderung als astronomisch ein und verlangte eine Begrenzung der Strafe auf maximal 3,45 Milliarden Dollar.
Parallel dazu gab es personelle Anpassungen in der KI-Entwicklung. Am 2. Oktober trennte sich der Konzern von Mitarbeitern, die erst im Juni vom Startup Virtue AI gewechselt waren. Sprecher Andy Stone begründete den Schritt damit, dass die Zusammenarbeit aufgrund unterschiedlicher Arbeitsstile nicht wie geplant funktioniert habe.
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