Der Deal war längst durch. Meta hatte Manus im Dezember für mehr als zwei Milliarden Dollar übernommen, die Transaktion war weitgehend abgeschlossen, und das KI-Startup galt kurz zuvor noch als Chinas nächster DeepSeek. Dann kam am Montag ein knapper Satz der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission in Peking, und der ganze Vorgang war hinfällig.
Ausreiseverbot für die Gründer
Dass das nicht gut ausgeht, zeichnete sich schon im März ab. Manus-CEO Xiao Hong und Chefwissenschaftler Ji Yichao wurden damals mit einem Ausreiseverbot belegt, während Behörden den Deal prüften. Manus hatte seinen Firmensitz bereits von China nach Singapur verlegt, so wie viele andere chinesische Unternehmen, die den Risiken aus dem Spannungsfeld zwischen Washington und Peking ausweichen wollten. Hat nicht geholfen.
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KI ist jetzt Sicherheitspolitik
Alfredo Montufar-Helu von Ankura China Advisors bringt es auf den Punkt: China signalisiert, dass es den Erwerb von Vermögenswerten, die als sicherheitsrelevant gelten, durch Ausländer verhindern wird, und KI gehöre nun eindeutig dazu. Was früher bei Halbleitern galt, gilt jetzt eben auch für Algorithmen und Ingenieure.
Der Schritt trifft Meta empfindlich. Das Unternehmen hatte Manus gezielt gekauft, um seine Fähigkeiten bei sogenannten AI Agents auszubauen, also Tools, die komplexere Aufgaben mit minimaler menschlicher Steuerung erledigen können. Dieser Plan liegt nun auf Eis.
Noch ein Problem für den Mai-Gipfel
Reuters weist darauf hin, dass die Entscheidung auch den geplanten Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping Mitte Mai belasten könnte. Als hätte die Agenda nicht schon genug Konfliktstoff. Peking hat mit dem Manus-Veto jedenfalls klargemacht, wo die Grenze verläuft, und dass ein Umzug nach Singapur diese Grenze nicht verschiebt.
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