Meta Aktie: Muse zündet Kettenreaktion

Symbolbild, KI-generiert

Metas KI-Agent Muse gewinnt an Reichweite und treibt die Aktie an. Auch Nasdaq, Chipwerte und Samsung profitierten vom neuen KI-Schub.

Auf einen Blick:
  • Meta-Aktie legt über 11 Prozent zu
  • Muse überholt ChatGPT im App Store
  • Amazon sperrt Metas Agenten aus
  • Nasdaq erreicht neues Rekordhoch

Ein KI-Agent lässt die halbe Tech-Branche erzittern — im positiven Sinne. Meta legte am Montag um über 11 Prozent zu und riss damit den gesamten Markt mit. Der Auslöser: der neue KI-Assistent Muse, der seit seinem Start am 9. September rasant an Popularität gewinnt.

Auf Apples App Store zog Muse an OpenAIs ChatGPT vorbei. Bemerkenswert ist auch die Reaktion der Konkurrenz: Amazon blockierte den Agenten auf seiner Handelsplattform — ein Schritt, der die wachsende Bedeutung von Muse eher unterstreicht als bremst. Ergänzend kündigte Meta ein transatlantisches Unterseekabel zwischen den USA und Frankreich an, das die Infrastruktur für die KI-Ambitionen des Konzerns stärken soll.

Rally mit Ansage vor Meta Connect

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Nachrichten kommen kurz vor der Meta-Connect-Konferenz am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche, auf der der Konzern weitere KI-Neuheiten präsentieren soll. Die Erwartungshaltung am Markt ist entsprechend aufgeladen.

Die Wirkung reichte weit über Meta hinaus. Der Nasdaq Composite kletterte um 2,26 Prozent auf ein Rekordhoch von 27.122,09 Punkten, der Halbleiterindex Philadelphia Semiconductor Index sprang um 4,3 Prozent. AMD gewann rund 10 Prozent und knackte erstmals eine Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar.

Selbst in Asien setzte sich der Trend fort: Samsung Electronics stieg am Dienstag um 2,7 Prozent, während Anleger auf steigende Chip-Nachfrage durch den KI-Boom wetten.

Hinzu kommt eine kräftige Erholung des breiten Tech-Sektors, der zuvor über weite Strecken des Septembers unter Druck gestanden hatte. Sinkende Ölpreise und Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt lieferten zusätzlichen Rückenwind für die Risikobereitschaft an den Märkten.

Die Meta-Connect-Konferenz am Mittwoch und Donnerstag dürfte zeigen, ob der Konzern die aktuelle Euphorie um Muse mit konkreten neuen Ankündigungen untermauern kann.

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