Mit einem weltweiten Vorstoß in kostenpflichtige Abonnements will Meta neue Erlösquellen abseits des klassischen Werbegeschäfts erschließen. Der Social-Media-Konzern führte am Dienstag den Dienst Meta One ein, der erweiterte Funktionen auf Basis künstlicher Intelligenz über die Kernplattformen Instagram, Facebook und WhatsApp hinweg bündelt.
Das Angebot markiert einen strategischen Schritt, um die hohen Investitionen in KI-Technologien direkter als bisher über Endnutzer und Geschäftskunden zu monetarisieren.
Gestaffelte Tarife für Endanwender und Unternehmen
Wie Reuters berichtet, beginnen die monatlichen Preise für Meta One bei $2.99 für einzelne Produkte. Für individuelle Bündelpakete verlangt der Konzern $7.99 pro Monat, während Pakete für Creator und Unternehmen bei monatlich $14.99 starten. Mit dieser Staffelung zielt das Unternehmen sowohl auf private Nutzer ab, die zusätzliche Werkzeuge nutzen möchten, als auch auf gewerbliche Profile mit höherem Funktionsbedarf.
Parallel dazu setzt der Konzern den Ausbau seiner Schutzfunktionen fort. Ebenfalls am Dienstag startete Meta die weltweite Bereitstellung von Kontrollwerkzeugen für Eltern auf der Plattform Threads.
An den Finanzmärkten traf der Vorstoß auf ein insgesamt stabiles Umfeld für den Technologieriesen. Gestern legte das Papier um 1,0% zu und schloss bei 586,80 €. Über einen Zeitraum von 30 Tagen verzeichnet die Aktie damit ein Plus von 25%.
Ausbau des KI-Ökosystems und neue Hardware
Die Einführung von Meta One folgt auf eine Reihe jüngster Maßnahmen zur Stärkung der hauseigenen KI-Dienste. Am 8. September stellte das Unternehmen den persönlichen KI-Assistenten Muse vor, der Nutzer bei alltäglichen Aufgaben und Zielsetzungen unterstützen soll.
Seit dem 10. September steht Muse in den USA über eine eigene Anwendung sowie WhatsApp zur Verfügung. Zudem übernahm Meta laut einem Bericht von Axios das schwedische Startup Stilla.ai, um die Fähigkeiten automatisierter Agenten für Transaktionen auf WhatsApp, Instagram und dem Messenger zu erweitern.
Auch auf der Hardwareseite deuten sich Neuerungen an. Nach Angaben von Reuters bereitet Meta für den Herbst die Einführung einer neuen Computerbrille ohne integrierte Kameras unter dem internen Codenamen Luna vor.
Als möglicher Auslieferungszeitraum wird Oktober genannt, während eine Präsentation auf der hauseigenen Connect-Konferenz im Raum steht. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten über Aufnahme- und Datenschutzfunktionen könnte das kantenlose Modell zusätzliche Nutzeroberflächen erschließen.
Auf der Analystenseite sorgten die jüngsten Initiativen bereits im Vorfeld für positive Reaktionen. So stufte JPMorgan die Aktie am 10. September von Neutral auf Overweight hoch und begründete die Anpassung mit einer verbesserten Marktstimmung bezüglich der KI-Positionierung von Meta.
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