Meta-Aktie: Jetzt wird’s nuklear!

Der Facebook-Konzern sichert sich langfristig Atomstrom aus bestehenden Kraftwerken

Auf einen Blick:
  • Meta schließt 20-Jahres-Verträge mit Vistra über drei bestehende Atomkraftwerke ab
  • Entwicklungspartnerschaften mit Oklo und TerraPower für neue Mini-Reaktoren
  • Bis zu 6,6 Gigawatt Atomstrom bis 2035 gesichert
  • Aktien von Oklo steigen vorbörslich um fast 20 Prozent

Die großen Tech-Konzerne drehen jetzt richtig auf beim Thema Atomstrom. Meta hat heute gleich drei separate Atom-Deals verkündet. Das Ziel ist klar: Die Rechenzentren brauchen massiv mehr Energie, und zwar schnell. Künstliche Intelligenz frisst Strom wie kaum etwas anderes.

Meta kauft für 20 Jahre Strom von drei bestehenden Atomkraftwerken des Energieversorgers Vistra in Ohio und Pennsylvania. Gleichzeitig steigt der Facebook-Konzern bei zwei Entwicklern von sogenannten Small Modular Reactors ein: Oklo und TerraPower. Letzteres wird von Bill Gates unterstützt. Die Deals sollen bis 2035 insgesamt bis zu 6,6 Gigawatt Atomstrom liefern.

Die Reaktion an der Börse lässt nicht auf sich warten

Die Aktie von Oklo schoss vorbörslich um fast 20 Prozent nach oben auf 115,75 Dollar. Vistra legte um 8,8 Prozent auf 163,80 Dollar zu. Meta selbst wird damit nach eigenen Angaben zu einem der größten Abnehmer von Atomstrom in der amerikanischen Wirtschaft. Bereits 2024 hatte das Unternehmen einen 20-Jahres-Vertrag mit Constellation für ein Kraftwerk in Illinois abgeschlossen.

Die ersten Mini-Reaktoren sollen bereits 2030 und 2032 ans Netz gehen. Das ist ambitioniert, denn bisher läuft in den USA noch kein einziger kommerzieller SMR. Meta gibt sich dennoch selbstbewusst. Man müsse jetzt mutig sein, so die zuständige Managerin Urvi Parekh. Kritiker bezweifeln allerdings, ob die kleinen Reaktoren jemals die Kostenvorteile großer Anlagen erreichen werden.

Meta zieht hier nach, was Amazon, Microsoft und Google bereits vorgemacht haben. Alle großen Tech-Konzerne setzen jetzt auf Atomkraft. Die KI-Revolution braucht schlicht zu viel Energie, als dass man sie anders stemmen könnte. Für die Aktionäre von Meta dürfte das langfristig positiv sein, auch wenn die Investitionen erstmal Geld kosten.

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