Meta-Aktie: Jetzt wird’s eng!

Meta muss WhatsApp für Konkurrenz-KI öffnen und steht wegen sensibler Videos aus Ray-Ban-Brillen in den USA vor einer Klage.

Auf einen Blick:
  • WhatsApp muss in Europa KI-Chatbots von Konkurrenten zulassen und verlangt dafür Gebühren zwischen 0,049 und 0,1323 Euro pro Nachricht
  • Neue Klage in den USA wegen Datenschutzverletzungen bei Ray-Ban Meta Brillen nach Enthüllungen über Mitarbeiter in Kenia
  • EU-Kommission und britische Aufsichtsbehörde prüfen weitere Schritte gegen Meta
  • Vorwürfe betreffen sensible Inhalte wie Nacktheit und private Situationen, die von Subunternehmern gesichtet wurden

Meta bekommt Gegenwind aus Europa und den USA gleichzeitig. Die EU-Kommission hat den Konzern gezwungen, WhatsApp für KI-Chatbots von Konkurrenten zu öffnen. Gleichzeitig sorgt eine neue Klage wegen der smarten Ray-Ban Brillen für Unruhe. Die Vorwürfe wiegen schwer.

WhatsApp wird künftig externe KI-Chatbots in Europa zulassen müssen. Meta reagiert damit auf die Untersuchung der EU-Kommission, die dem Konzern vorwirft, seine Marktmacht auszunutzen. Die Lösung ist simpel, aber teuer für die Konkurrenz. Zwischen knapp 5 Cent und über 13 Cent pro Nachricht will Meta kassieren. Bei längeren Konversationen summiert sich das schnell zu beachtlichen Beträgen.

Datenschutz-Skandal bei den smarten Brillen

Deutlich brisanter ist die neue Klage in den USA. Schwedische Zeitungen haben aufgedeckt, dass Mitarbeiter eines kenianischen Subunternehmers Videomaterial von den Meta-Brillen sichten. Darunter befinden sich hochsensible Inhalte wie Nacktheit, Sex und Menschen auf der Toilette. Meta hatte versprochen, Gesichter zu verwischen. Das funktionierte offenbar nicht zuverlässig.

Die Klage wirft Meta und dem Brillenhersteller Luxottica Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze und falsche Werbung vor. Auch die britische Datenschutzbehörde ICO schaltet sich jetzt ein. Meta verteidigt sich mit dem Hinweis, dass viele Unternehmen Auftragnehmer zur Datenprüfung einsetzen würden.

Für Meta wird es jetzt eng. Zwei regulatorische Fronten gleichzeitig bedeuten nicht nur hohe Kosten, sondern auch Imageschaden. Anleger sollten die Entwicklungen genau beobachten, denn weitere Untersuchungen könnten folgen.

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