Wie Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, plant Meta Platforms einen umfassenden Stellenabbau, der bis zu 20 Prozent oder mehr der Belegschaft betreffen könnte. Bei rund 79.000 Mitarbeitern Ende Dezember würde dies mehr als 15.000 Arbeitsplätze bedeuten. Ein konkreter Zeitpunkt steht noch nicht fest, und die genaue Größenordnung sei noch nicht endgültig festgelegt.
Meta-Sprecher Andy Stone bezeichnete die Berichte als „spekulative Berichterstattung über theoretische Ansätze“. Dennoch hätten Top-Manager anderen Führungskräften bereits signalisiert, mit der Planung von Kürzungen zu beginnen. Die Quellen sprachen anonym, da sie nicht befugt waren, die Pläne offenzulegen.
Massive Investitionen in künstliche Intelligenz
Der mögliche Stellenabbau steht im Zusammenhang mit den enormen Investitionen, die Meta in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur tätigt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, bis 2028 rund 600 Milliarden Dollar in den Bau von Rechenzentren zu investieren. Zudem wurden kürzlich Akquisitionen wie die Social-Networking-Plattform Moltbook für KI-Agenten und das chinesische KI-Startup Manus für mindestens 2 Milliarden Dollar getätigt.
CEO Mark Zuckerberg hatte im Januar bereits angedeutet, dass durch KI-Fortschritte „Projekte, die früher große Teams erforderten, nun von einer einzigen sehr talentierten Person bewältigt werden können“. Diese Aussage lässt sich als Hinweis auf die erwarteten Effizienzgewinne interpretieren, die den Stellenabbau rechtfertigen sollen. Meta reiht sich damit in einen breiteren Trend ein: Amazon kündigte im Januar die Streichung von 16.000 Stellen an, das Fintech-Unternehmen Block reduzierte seine Belegschaft im Februar um fast die Hälfte.
Meta Platforms Inc Aktie Chart
Rückschläge bei KI-Modellen belasten Strategie
Die aggressive KI-Strategie von Meta verlief allerdings nicht ohne Hindernisse. Die Llama-4-Modelle des Unternehmens stießen im vergangenen Jahr auf Kritik wegen irreführender Benchmark-Ergebnisse. Die größte Version namens Behemoth, die im Sommer erscheinen sollte, wurde nie veröffentlicht. Das neu entwickelte Modell Avocado, an dem das Superintelligenz-Team arbeitet, bleibt ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.
Sollte Meta tatsächlich 20 Prozent der Belegschaft abbauen, wären dies die umfangreichsten Entlassungen seit der „Jahr der Effizienz“-Restrukturierung 2022/2023. Damals verloren insgesamt rund 21.000 Mitarbeiter ihre Stellen. Investoren dürften nun beobachten, wie Meta die Balance zwischen kostspieligen KI-Investitionen und Profitabilität findet. Die Frage bleibt, inwieweit die erhofften Effizienzgewinne durch KI die hohen Infrastrukturkosten tatsächlich kompensieren können.
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