Meta Aktie: Connect-Konferenz zeigt KI-Brillen und Mixed-Reality-Geräte

Symbolbild, KI-generiert

Meta setzt auf neue KI-Hardware und Muse, während steigende Investitionen im zweiten Quartal 2026 die Marge und den Cashflow belasteten.

Auf einen Blick:
  • Connect zeigt neue KI-Hardware
  • Luna-Brille ohne Kamera erwartet
  • Citi bestätigt Kaufempfehlung
  • Investitionen drücken operative Marge

Mit der bevorstehenden Entwicklerkonferenz Connect am 23. und 24. September rückt die Hardware- und Software-Strategie von Meta erneut in das Zentrum des Marktinteresses. Analysten knüpfen hohe Erwartungen an die Veranstaltung, auf der Konzernchef Mark Zuckerberg neue Produkte für künstliche Intelligenz und erweiterte Realität präsentieren dürfte.

An den Börsen sorgte die Aussicht auf neue Produktimpulse zuletzt für Unterstützung: Zwar ging das Papier am Freitag mit einem Minus von 2,5 Prozent bei 579,70 Euro aus dem Handel, notiert damit jedoch 10 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 525,66 Euro.

Neue KI-Brillen und Mixed-Reality-Hardware

Im Fokus der anstehenden Präsentationen stehen vor allem neue Hardware-Konzepte, die den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Alltag vereinfachen sollen. Erwartet wird unter anderem die Vorstellung einer kamerafreien Brille unter dem Projektnamen Luna. Das Modell soll sich vorrangig auf Audiofunktionen stützen, über sechs Mikrofone verfügen und eng mit dem unternehmenseigenen Sprachassistenten Muse verzahnt sein.

Parallel dazu zeichnet sich eine Vorschau auf ein neues Mixed-Reality-Gerät ab. Das Vorhaben namens Project Phoenix soll ein deutlich leichteres Headset ermöglichen, indem rechenintensive Bauteile und die Batterie in ein externes Zusatzmodul ausgelagert werden.

Mit einem direkten Verkaufsstart dieses Headsets rechnen Branchenbeobachter jedoch vorerst nicht. Eine vierte Generation der etablierten Quest-Reihe gilt für dieses Jahr ebenfalls als unwahrscheinlich.

Analysten sehen Kurspotenzial

Die Analysten von Citi stuften die Aktie im Vorfeld des Termins auf ihre 90-Tage-Beobachtungsliste für positive Impulse ein und bekräftigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 800 US-Dollar. Auch Morgan Stanley bleibt zuversichtlich: Analyst Nowak sieht den fairen Wert des Titels bei 775 US-Dollar, während ein optimistisches Szenario sogar Notierungen von bis zu 900 US-Dollar für möglich hält.

Die Zuversicht stützt sich unter anderem auf die Monetarisierung der KI-Dienste. Das kürzlich gestartete KI-Werkzeug Muse verzeichnete in den ersten fünf Tagen nach der Markteinführung rund 600.000 Downloads.

Neben einer Basisversion plant der Konzern kostenpflichtige Abonnements in einer Preisspanne von monatlich 20 bis 100 US-Dollar. Im Werbegeschäft senkt das Automatisierungstool Advantage+ die Akquisitionskosten für Werbekunden nach Unternehmensangaben um rund 20 Prozent.

Hohe Ausgaben belasten die Margen

Trotz des operativen Wachstums schauen Investoren genau auf die Ausgabenseite. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Konzernumsatz zwar um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar, wovon 59,4 Milliarden US-Dollar auf das Werbegeschäft entfielen. Gleichzeitig drückten massive Technologieinvestitionen auf das Ergebnis: Die operativen Aufwendungen stiegen um 55 Prozent auf 42 Milliarden US-Dollar.

Entsprechend sank die operative Marge im Jahresvergleich von 43 Prozent auf 31 Prozent. Der freie Cashflow ging im selben Zeitraum von 8,55 Milliarden US-Dollar auf 784 Millionen US-Dollar zurück. Für das Gesamtjahr 2026 beziffert der Konzern die geplanten Investitionsausgaben unverändert auf 130 bis 145 Milliarden US-Dollar.

Für das dritte Quartal peilt das Management Erlöse zwischen 61 und 64 Milliarden US-Dollar an. Die anstehende Konferenz muss nun unter Beweis stellen, wie schnell die milliardenschweren Rechenzentrumsinvestitionen in marktreife Produkte und zusätzliche Erlösquellen münden.

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