Überwachung statt Vertrauen
Bei Meta wächst der Widerstand gegen eine neue Überwachungssoftware im Arbeitsalltag. Beschäftigte werfen dem Konzern vor, Mausbewegungen, Tastatureingaben, Klicks und Navigationsmuster auf Firmenrechnern zu erfassen, um damit KI-Modelle zu trainieren.
Der Konflikt trifft den Konzern in einer heiklen Phase. Meta bereitet zugleich einen Stellenabbau von rund 10 Prozent vor, der etwa 8.000 Beschäftigte betreffen soll.
Kritik an der Datenerfassung
Intern läuft das Programm offenbar unter Bezeichnungen wie „Model Capability Initiative“ oder „Agent Transformation Accelerator“. Nach Darstellung des Managements sind die erfassten Daten nötig, um die eigenen KI-Systeme zu verbessern. Für die Belegschaft klingt das anders.
Besonders der fehlende Widerspruchsmechanismus sorgt für Ärger. In Bürogebäuden kursieren Flugblätter, die das Vorhaben als „Employee Data Extraction Factory“ kritisieren. Teile der Belegschaft fürchten, dass die Technik vor allem dazu dienen könnte, menschliche Arbeit zu automatisieren.
Auch in Großbritannien wächst der Gegenwind. Dort treibt die Gewerkschaftsinitiative United Tech and Allied Workers eine Organisierung voran. Der Druck auf Tech-Konzerne steigt damit nicht nur operativ, sondern auch am Arbeitsplatz selbst.
Umbau mit Ansage
Mark Zuckerberg hat den Umbau des Unternehmens zuletzt als Weg zu „ultra-flachen“ Teams beschrieben. Seine Logik: KI-Tools sollen einzelne Mitarbeiter produktiver machen und Strukturen verschlanken.
Parallel dazu hat Meta eine Einstellungssperre für 6.000 offene Stellen verhängt. Der geplante Abbau fällt damit in eine umfassendere Restrukturierung, die den Konzern deutlich schlanker aufstellen soll.
Die Aktie notiert am Donnerstag bei 525,90 Euro und damit leicht unter dem Vortag. Auf 30 Tage betrachtet liegt sie rund 6 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn knapp 5 Prozent. Unter dem 200-Tage-Durchschnitt handelt der Titel ebenfalls, was den zuletzt schwächeren Trend unterstreicht.
Markt bleibt beim Kerngeschäft optimistisch
Trotz der internen Spannungen halten viele Beobachter Metas Werbegeschäft weiter für stark. WARC Media traut dem Konzern für 2026 Werbeerlöse von 240 Milliarden Dollar zu, gestützt von KI-gestützter Automatisierung in der Anzeigenplattform.
Der operative Umbau dürfte die Debatte aber noch nicht beruhigen. Am 20. Mai 2026 sollen die Einschnitte umgesetzt werden. Dann zeigt sich, wie weit Meta beim Umbau zur KI-getriebenen, deutlich schlankeren Organisation gehen will.
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