Meta Aktie: 145 Milliarden für KI

Ein Gerichtsurteil schwächt den rechtlichen Schutz von Meta. Zugleich steigen die KI-Ausgaben auf bis zu 145 Milliarden Dollar.

Auf einen Blick:
  • Gerichtsurteil gegen Meta
  • Instagram-Design als Klagegrund
  • KI-Investitionen auf Rekordniveau
  • Aktie unter Rekordhoch

Ein kalifornisches Gericht trifft Meta an einer empfindlichen Stelle. Es geht um die Suchtgefahr von Plattformen wie Instagram. Bisher schützte ein US-Bundesgesetz die Tech-Giganten vor Klagen. Die Folge: Dieser rechtliche Schutzwall hat nun Risse bekommen.

Design statt Inhalte

Richterin Carolyn Kuhl lehnte einen Antrag von Meta auf ein neues Verfahren ab. Eine Klägerin macht das aufmerksamkeitserregende Design von Instagram für ihre Sucht verantwortlich. Das Gericht gab ihr recht. Die Jury verhängte bereits Schadensersatz in Millionenhöhe wegen Fahrlässigkeit.

Das Urteil umgeht den berüchtigten Artikel 230 des Communications Decency Act. Dieses Gesetz schützt Plattformen normalerweise vor Haftung für nutzergenerierte Inhalte. Die Richterin urteilte jedoch anders. Das Gesetz decke die spezifischen Design-Entscheidungen der Unternehmen nicht ab. Meta will in Berufung gehen.

Milliardenkosten für Künstliche Intelligenz

Parallel dazu rückt die Finanzstrategie in den Mittelpunkt. Meta schraubt die Investitionen für Künstliche Intelligenz massiv nach oben. Das Management hob die Prognose für die diesjährigen Kapitalausgaben an. Sie liegen nun bei bis zu 145 Milliarden US-Dollar.

Am Markt kursieren Gerüchte über eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Investoren fürchten eine Verwässerung ihrer Anteile. Meta bezeichnet die Berichte über einen Aktienverkauf als reine Spekulation. Ein Sprecher betonte indes, dass der Konzern flexibel frisches Geld einsammeln will.

An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Aktie notiert aktuell bei rund 497 Euro. Damit liegt das Papier deutlich unter dem Rekordhoch vom vergangenen Juli. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 38 eine leicht überverkaufte Situation.

Die operative Marge lag im ersten Quartal bei starken 41 Prozent. Diese Profitabilität muss Meta nun verteidigen. Die enormen KI-Kosten und der juristische Gegenwind in den USA machen diese Aufgabe nicht leichter.

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