Die Nachrichtenlage bei Merck ist heute alles andere als entspannt. Das Unternehmen hat die Übernahmegespräche mit Revolution Medicines beendet, weil man sich nicht auf einen Preis einigen konnte. Ein Deal hätte Revolution Medicines mit rund 30 Milliarden Dollar bewertet. Das wäre eine gewaltige Summe gewesen, die Merck offenbar nicht zahlen wollte oder konnte.
Die Amerikaner stehen unter Zugzwang. Patentabläufe werden in den kommenden fünf Jahren Umsätze von 18 Milliarden Dollar kosten. Da braucht es dringend neue Blockbuster im Portfolio. Revolution Medicines hätte mit seinen Wirkstoffen gegen metastasierenden Bauchspeicheldrüsenkrebs genau ins Beuteschema gepasst. Pivotale Studienergebnisse werden für diesen Sommer erwartet.
BlackRock zieht sich minimal zurück
Zeitgleich meldet BlackRock eine leichte Reduktion seiner Beteiligung. Der Stimmrechtsanteil sank von 7,16 auf 7,05 Prozent. Das klingt nach wenig, ist aber bei einem Schwergewicht wie BlackRock durchaus bemerkenswert. Insgesamt hält der Vermögensverwalter nun noch gut 9,1 Millionen Aktien direkt und indirekt.
Die Kombination aus gescheiterten Übernahmeplänen und reduziertem Großaktionärsengagement dürfte Anleger verunsichern. Merck braucht Deals, um die Pipeline zu füllen. Dass ausgerechnet jetzt ein vielversprechender Kandidat wegbricht, kommt zur Unzeit. Laut Wall Street Journal könnten die Gespräche zwar wieder aufgenommen werden oder ein anderer Käufer auftauchen. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Für Merck wird die Suche nach Zukäufen damit nicht einfacher.
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