Donald Trump schürt den Handelskonflikt mit Europa – und trifft die deutsche Autoindustrie ins Mark. Der US-Präsident droht mit massiven Strafzöllen von bis zu 25 Prozent auf europäische Importe. Mercedes-Benz gehört zu den Hauptleidtragenden: Die Aktie sackt zum Wochenstart um über 3 Prozent ab und durchbricht wichtige Unterstützungsmarken.
Die Eskalation im Überblick:
- US-Zölle von 10 % ab 1. Februar 2026 angekündigt
- Verschärfung auf 25 % ab 1. Juni 2026 geplant
- Mercedes-Aktie fällt zeitweise auf 56,70 Euro (-3,6 %)
- Jahresperformance 2026: Minus 5,6 %
Analysten schlagen Alarm
Barclays-Experte Henning Cosman reagiert unmittelbar auf die Ankündigung aus Washington. Seine Botschaft an Investoren: Die Zollgefahr sei „greifbarer und komme früher als erwartet“. Die aggressive Rhetorik des US-Präsidenten bezeichnet er als abschreckend. Sein Rating „Equal Weight“ bleibt zwar bestehen, doch die Einschätzung zur Risikolage verschärft sich deutlich.
Cosman sieht Mercedes-Benz gemeinsam mit Porsche, BMW und Volkswagen in der ersten Angriffslinie. Französische Hersteller wie Stellantis oder Renault dürften weniger stark betroffen sein. Auch Berenberg bestätigt das „Hold“-Rating bei einem Kursziel von 63 Euro – was vom aktuellen Niveau aus noch über 10 Prozent Aufwärtspotenzial bedeuten würde.
Mercedes-Benz Group AG Aktie Chart
Aktienrückkäufe laufen unbeeindruckt
Das Management lässt sich von den Turbulenzen nicht beirren. Zwischen dem 12. und 16. Januar kaufte der Konzern weitere 708.121 eigene Aktien zurück. Der gewichtete Durchschnittskurs lag zwischen 58,63 und 60,07 Euro. Seit Programmstart im November 2025 wurden bereits über 7,1 Millionen Anteile vom Markt genommen.
Parallel fließen 55 Millionen Euro in den Ausbau des ungarischen Werks in Kecskemét. Die Kapazität soll auf 350.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt werden – dort läuft künftig die Produktion des vollelektrischen GLB SUV. Eine strategische Entscheidung, die Kostenvorteile gegenüber deutschen Standorten sichern soll.
Nervöser Markt testet Unterstützungen
Der aktuelle Kurssturz drückt die Aktie auf ein Niveau von rund 57 Euro. Damit nähert sich der Titel dem 200-Tage-Durchschnitt und testet eine wichtige technische Unterstützungszone. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 55,25 Milliarden Euro. Sollte Trump seine Drohungen tatsächlich umsetzen, könnten die exportstarken deutschen Premiumhersteller in eine schwierige Zwickmühle geraten – zwischen Preiserhöhungen in den USA und sinkenden Margen bleibt wenig Spielraum. Die kommenden Wochen bis zum angekündigten Stichtag am 1. Februar dürften von hoher Volatilität geprägt sein.
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