Mercedes-Benz Aktie: Warnstreik trifft Sprinter-Werk Düsseldorf

Symbolbild, KI-generiert

Die IG Metall weitete ihre Arbeitskampfmaßnahmen in NRW aus; Mercedes-Benz hatte zuvor die Prognose für 2026 gesenkt.

Auf einen Blick:
  • Streiks erreichen Düsseldorfer Transporter-Produktion
  • Umsatzrendite-Prognose auf zwei bis drei Prozent gesenkt
  • Deutsche Bank bestätigt Kaufurteil und Kursziel
  • DZ Bank reduziert fairen Aktienwert auf 48 Euro

Die IG Metall hat am Dienstag ihre Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet; betroffen war auch das Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf. Dort stellt das Unternehmen Sprinter-Transporter her. Die Arbeitskampfmaßnahmen treffen Mercedes-Benz nach einer Senkung der Jahresprognose, die das Unternehmen mit dem schwierigen China-Geschäft und höheren Kosten begründete.

Niedrigere Erwartungen für das Gesamtjahr

Am 28. Oktober reduzierte Mercedes-Benz den Ausblick für 2026. Für Mercedes-Benz Cars erwartet das Unternehmen eine bereinigte Umsatzrendite von 2–3 %. Zuvor hatte die Prognose bei 3–5 % gelegen.

Auch beim Konzernergebnis senkte Mercedes-Benz die Erwartungen: Das EBIT soll auf Vorjahresniveau liegen, statt deutlich darüber. Als Gründe nannte das Unternehmen das zunehmend schwierige Marktumfeld in China und höhere Kosten im vierten Quartal.

Die ebenfalls am 28. Oktober veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2026 wiesen einen Konzernumsatz von 30,7 Milliarden Euro aus. Das EBIT erreichte 1,77 Milliarden Euro. Der freie Mittelzufluss des Industriegeschäfts belief sich auf 172 Millionen Euro.

Analysten halten an Kaufempfehlungen fest

Deutsche Bank Research bestätigte am Montag die Kaufempfehlung für Mercedes-Benz und das Kursziel von 65 Euro. Analyst Tim Rokossa verwies nach einer Veranstaltung mit Finanzchef Harald Wilhelm auf anhaltende Vorsicht gegenüber China und den Ergebnissen des kommenden Jahres.

Die DZ Bank hatte am 30. Oktober den fairen Aktienwert von 55 auf 48 Euro gesenkt. Die Einstufung blieb unverändert bei „Kaufen“.

Mercedes-Benz kündigte am 28. Oktober außerdem an, das freiwillige Abfindungsprogramm für Beschäftigte in indirekten Funktionen in Deutschland ab Dezember erneut anzubieten.

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