Kurz vor dem Start des Pariser Autosalons stellt Mercedes-Benz neue Produkt- und Technologiepremieren ins Schaufenster. Ab dem 12. Oktober zeigt der Autobauer in der französischen Hauptstadt mehrere Premieren, darunter den GLA, den GLE, das AMG CLA 45 sowie das AMG GT 4-Türer Coupé. Zudem stehen der vollelektrische VLE und die neue S-Klasse auf dem Messeprogramm, begleitet von einer Pressekonferenz am Montag um 14:45 Uhr MESZ.
Flankiert wird der Messeauftritt von neuen technischen Ausstattungsoptionen in der Oberklasse. Für die EQS Limousine schaltete das Unternehmen die Steer-by-Wire-Technologie weltweit in allen EQS-Märkten zur Bestellung frei. Auf dem deutschen Markt beläuft sich der Aufpreis für das lenksäulenfreie System auf 2.500 Euro ohne Mehrwertsteuer beziehungsweise 2.975 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Volle Auftragsbücher bei elektrischen Modellen
Auf der Produktseite setzt der Konzern damit Impulse in einem anspruchsvollen Branchenumfeld. Während das Unternehmen im dritten Quartal weltweit 491.700 Pkw und Vans absetzte und das Gesamtwolumen um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal nachgab, zeigte die Elektrosparte deutliches Wachstum. Die Auslieferungen batterieelektrischer Fahrzeuge kletterten im Quartal um 52 Prozent auf 78.100 Einheiten.
Bei Mercedes-Benz Cars markierten 68.400 vollelektrische Fahrzeuge ein neues Quartalshoch, was einem Zuwachs von 61 Prozent entspricht. Auf dem europäischen Markt sind die elektrischen Varianten von CLA, GLC, GLB und GLA für das restliche Jahr 2026 ausverkauft. Die Auftragsbestände für diese Baureihen reichen bereits weit in das Jahr 2027 hinein.
Kurs notiert knapp über Jahrestief
An der Börse spiegelte sich der Transformationsdruck zuletzt deutlich wider. Am Freitag legte das Papier um 1,3 Prozent zu und schloss bei 39,73 Euro. Mit diesem Niveau notiert die Aktie nur 2,1 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 38,90 Euro.
Neben dem Modellwechsel beschäftigen interne und externe Faktoren die Marktteilnehmer. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ergun Lümali forderte gemeinsame Weichenstellungen und Investitionen, um Werksschließungen abzuwenden, deutete dabei aber zugleich Verhandlungsbereitschaft an.
Auf Analystenseite passte Patrick Hummel von der UBS das Kursziel am Freitag von 50 auf 45 Euro an und verwies auf den Druck chinesischer Wettbewerber sowie gedämpfte Gewinnerwartungen für die Branche. Zusätzliche Klarheit über die finanzielle Verfassung folgt am 28. Oktober: Dann veröffentlicht Mercedes-Benz den vollständigen Zwischenbericht für das dritte Quartal.
Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 10. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
