Mercedes-Benz-Aktie: Spitzt sich die Lage jetzt zu?

Der Absatz von Mercedes-Benz in China ist im vergangenen Jahr um 27 Prozent eingebrochen, was den Konzerngewinn halbierte. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Auf einen Blick:
  • Starker Absatzeinbruch im wichtigen China-Markt
  • Konzerngewinn halbierte sich auf 5,3 Milliarden Euro
  • Aktienkurs notiert unter wichtigen charttechnischen Linien
  • Erster Quartalsbericht 2026 als nächster Stresstest

Der Dividendenabschlag war nur der sichtbare Teil des Problems. Hinter dem Kursrückgang vom Freitag steckt eine fundamentale Schwäche, die Mercedes-Benz schon länger begleitet — und die sich in den kommenden Wochen zuspitzen könnte.

27 Prozent weniger Absatz: China bleibt die offene Wunde

Auf der virtuellen Hauptversammlung vergangenen Donnerstag musste Vorstandschef Ola Källenius unbequeme Fragen beantworten. Der Grund: Im wichtigsten Einzelmarkt China brach der Absatz im vergangenen Jahr um 27 Prozent ein. Lokale Hersteller setzen Mercedes bei Software und Elektroantrieben unter massiven Druck — ein Terrain, auf dem europäische Premiummarken traditionell langsamer reagieren.

Das Management investiert mehr als zehn Milliarden Euro in das neue Betriebssystem MB.OS und autonomes Fahren. In den Verkaufszahlen spiegelt sich das bislang nicht wider. Der Konzerngewinn halbierte sich von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro — ein Einbruch, der das gesamte Kursbild der Aktie seit Jahresbeginn prägt. Minus 15 Prozent seit Januar.

Mercedes-Benz Group AG Aktie Chart

Charttechnik: Kein Halt in Sicht

Die Dividende von 3,50 Euro je Aktie — nach 4,30 Euro im Vorjahr — wurde am Freitag vom Kurs abgezogen. Das Papier schloss bei 52,15 Euro und rutschte dabei unter die 20-Tage-Linie. Kein gutes Zeichen.

Noch deutlicher ist der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei rund 55,87 Euro — die Aktie notiert knapp sieben Prozent darunter. Solange dieser Widerstand nicht zurückerobert wird, bleibt das März-Tief bei 50,89 Euro die nächste relevante Marke nach unten.

Marktbeobachter werten die Abwärtstrends über mehrere Zeithorizonte als klares Warnsignal. Der RSI von rund 53 signalisiert zwar keine überverkaufte Lage, gibt aber auch keinen Hinweis auf aufgebauten Erholungsdruck.

Q1-Zahlen als erster Stresstest

Am 29. April veröffentlicht Mercedes-Benz den Zwischenbericht zum ersten Quartal 2026. Dann zeigt sich, ob die Margen im Industriegeschäft stabilisiert werden konnten und ob die neue C-Klasse in elektrifizierten Varianten erste Absatzsignale liefert. Ein enttäuschendes Ergebnis dürfte die Unterstützung bei 50,89 Euro schnell in den Mittelpunkt rücken — ein überzeugender Ausblick könnte zumindest die Rückeroberung der 20-Tage-Linie einleiten.

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