Der Stuttgarter Automobilkonzern Mercedes-Benz setzt im anhaltenden Marktabschwung weiter auf den Rückkauf eigener Papiere. Wie das Unternehmen im Rahmen einer Pflichtmitteilung bekanntgab, erwarb der Konzern in der Handelswoche vom 21. bis einschließlich 25. September 895.000 eigene Aktien. Das Transaktionsvolumen belief sich dabei auf insgesamt rund 38,08 Millionen Euro.
Mit diesem Zukauf wuchs das bis zum 25. September kumulierte Rückkaufvolumen auf 2.976.805 Anteile an. Die Stuttgarter nutzen das Instrument, um Kapital an die Anteilseigner zurückzuführen und das Angebot an frei handelbaren Papieren am Markt zu verknappen.
Sparprogramm im schwierigen Marktumfeld
Die fortlaufenden Aktienkäufe fallen in eine Phase spürbaren Gegenwinds für den Automobilhersteller. Das Unternehmen sieht sich mit strukturellen Herausforderungen und einer schwächeren weltweiten Nachfrage konfrontiert. Das Marktumfeld habe sich im Vergleich zum Vorjahr weiter verschlechtert, teilte Mercedes-Benz mit.
Vor diesem Hintergrund reagiert der Konzern mit Kostendisziplin. Für Beschäftigte außerhalb der Produktion in Deutschland will Mercedes-Benz ein freiwilliges Abfindungsprogramm auflegen, das voraussichtlich ab Dezember starten soll.
Zudem steht eine Anpassung der internen Arbeitsorganisation im Raum. Der Vorstand strebt als künftigen Standard bis zu vier Tage Präsenz pro Woche im Büro für Vollzeitbeschäftigte an, worüber die Betriebsratsgremien noch beschließen müssen.
Gleichzeitig verhandelt die Konzernführung mit der Belegschaft über weitere Einschnitte. Bei einer Betriebsversammlung forderte der Vorstand Zugeständnisse, während Arbeitnehmervertreter vor tiefen Einschnitten in die bestehenden Strukturen warnen.
Wichtige Unternehmenstermine im Oktober
Am Kapitalmarkt hinterlassen die Unsicherheiten deutliche Spuren. Die Aktie von Mercedes-Benz beendete den Handel am gestrigen Freitag bei 39,90 Euro. Im Tagesverlauf markierte das Papier bei 39,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Kursverluste auf 34 Prozent.
Für neue fundamentale Orientierung sorgen in den kommenden Wochen anstehende Unternehmenstermine. Am 8. Oktober 2026 veranstaltet Mercedes-Benz einen Pre-Close Call vor dem Ende des Berichtszeitraums.
Die Veröffentlichung des vollständigen Zwischenberichts zum dritten Quartal 2026 sowie die dazugehörige Analystenkonferenz folgen am 28. Oktober 2026. Anleger erhoffen sich von diesen Präsentationen verlässliche Signale zur Rentabilität und zur Entwicklung der Absatzzahlen in den Kernmärkten.
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