Mercedes-Benz gelingt der nächste Meilenstein. Nach eigenen Angaben hat der deutsche Konzern mit einem feierlichen Event im spanischen Werk Vitoria die Serienproduktion des neuen Elektro-Vans VLE eingeleitet.
Das Fahrzeug ist das erste Modell auf Basis der komplett neuen Elektroplattform VAN.EA und tritt als Nachfolger des EQV an. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Vans-Chef Thomas Klein, Konzernchef Ola Källenius sowie Spaniens Industrieminister Jordi Hereu teil.
Mercedes-Benz-Aktie: Über 70 Jahre Tradition treffen auf neue Antriebstechnik
Das Werk Vitoria im Nordwesten Spaniens ist bereits seit über 70 Jahren in Betrieb – das erste Fahrzeug rollte dort 1954 vom Band. Eine Besonderheit der Fertigung: Alle Modelle laufen über ein einziges Endmontageband, wobei das richtige Mischungsverhältnis entscheidend ist, da aufwendig ausgestattete V-Klassen deutlich länger im Innenausbau benötigen als einfache Vito-Kastenwagen.
Beim VLE wird der komplette Antriebsstrang mit den Achsen von unten zugeführt und automatisch mit der Karosserie verschraubt – ein technisch anderer Prozess als beim klassischen Verbrennerbau, der jedoch erfolgreich in die bestehende Fertigungslinie integriert wurde.
Vitoria ist damit der erste Standort im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz, an dem der neue VLE in Serie gefertigt wird. Ende des Jahres folgt das Werk Fuzhou in China für den dortigen Markt. Der VLE startet preislich bei 82.260 Euro, günstigere Versionen um die 70.000 Euro sollen folgen.
Mercedes-Benz-Aktie: CO₂-neutrale Fertigung als Teil der Standortstrategie
Das Werk Vitoria arbeitet nach Konzernangaben bereits seit 2022 bilanziell CO₂-neutral. Zum Einsatz kommen Strom aus erneuerbaren Energiequellen, geothermische Energie sowie Abwärme aus Karosseriebau und Lackiererei. Eine zusätzliche Photovoltaikanlage trägt zur Eigenversorgung bei, und eine neue, weitgehend elektrisch betriebene Lackiererei soll im Herbst 2026 in Betrieb gehen.
Zur Einordnung: Die neue, modulare VAN.EA-Plattform soll künftig die technologische Grundlage für das gesamte Van-Portfolio des Konzerns bilden – sowohl für private als auch gewerbliche Kunden. Gelingt die Markteinführung, könnte der VLE zum Modell werden, an dem sich die gesamte zukünftige Transporter-Generation des Unternehmens orientiert.
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