Der Stuttgarter Automobilkonzern treibt den Erwerb eigener Papiere kontinuierlich voran. Wie die Mercedes-Benz Group AG am Montag in ihrer fünften Zwischenmeldung bekannt gab, erwarb das Unternehmen im Zeitraum vom 28. September bis einschließlich 2. Oktober 2026 weitere 875.000 eigene Aktien.
Seit dem Start des Programms am 1. September beläuft sich das Gesamtvolumen bis einschließlich 2. Oktober damit auf 3.851.805 Anteilsscheine. Am Markt schloss die Aktie gestern bei 40,54 Euro, liegt seit Jahresanfang jedoch mit 33 Prozent im Minus.
Interne Umstrukturierungen und operative Kooperationen
Parallel zum laufenden Rückkaufprogramm stellt das Management die Weichen für schlankere Strukturen in Deutschland. Der Konzern reaktivierte vor gut einer Woche ein freiwilliges Abfindungsprogramm, das sich vor allem an Beschäftigte in indirekten Bereichen richtet und voraussichtlich im Dezember anlaufen soll. Eine konkrete Zielzahl für den Stellenabbau nannte das Unternehmen dabei nicht.
Zusätzlich plant der Vorstand Anpassungen bei der Arbeitsorganisation. Eine neue Vereinbarung soll es Führungskräften ermöglichen, für Vollzeitbeschäftigte bis zu vier Präsenztage pro Woche anzuordnen. Die Umsetzung dieser Vorgabe ist für Januar 2027 vorgesehen und bedarf noch der Zustimmung der lokalen Betriebsratsgremien.
Im operativen Geschäft setzt der Autobauer derweil auf bewährte Beziehungen. So verlängerten der Schmierstoffspezialist FUCHS SE und Mercedes-Benz ihre strategische Partnerschaft. Die Zusammenarbeit betrifft insbesondere den Bereich Mercedes-Benz Global Services & Parts und zielt auf die Unterstützung des weltweiten After-Sales-Netzwerks ab.
Politische Gespräche in den USA und anstehende Quartalszahlen
Auf internationaler Ebene verfolgen Anleger die Entwicklung um eine geplante Gesetzesinitiative in den Vereinigten Staaten, die Beschränkungen für vernetzte Fahrzeuge mit chinesischen Eigentümern vorsieht.
Laut Reuters sieht der aktuelle Entwurf hierfür eine Schwelle von mehr als 15 Prozent chinesischer Beteiligung vor, während passive chinesische Investoren an Mercedes-Benz nahezu 20 Prozent halten. US-Senator Bernie Moreno erklärte Ende September, das Vorhaben solle Mercedes-Benz nicht vom dortigen Markt ausschließen; die Gespräche über die finale Fassung des Texts laufen weiter.
Klarheit über den bisherigen Geschäftsverlauf des Herbstes steht Investoren in wenigen Wochen bevor. Am 28. Oktober 2026 legt die Mercedes-Benz Group AG ihren Zwischenbericht für das dritte Quartal 2026 vor und erläutert das Zahlenwerk in einer Telefonkonferenz.
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